Wenn der Schrittzähler dick statt fit macht

25.09.2018

10'000 Schritte sollst du gehen. Doch bei Übergewicht wird das Spazieren zum Trainingsmarathon.

10'000 Schritte am Tag halten fit. Diese Schrittzahl schaffen aber die wenigsten. Rund 4000 Schritte legen Menschen mit Bürojobs durchschnittlich im Alltag zurück. Viele Gesundheitsinstitute predigen sie, verschiedene Krankenkassen fordern sie: Die ominösen 10'000 Schritte pro Tag, die wir gehen sollten. Die Idee der 10'000 Schritte stammt von einem japanischen Trainer. Viele Studien belegen auch, dass 10'000 Schritte gegenüber nur 5000 Schritten einen klaren gesundheitlichen Vorteil haben. Dies mag zwar richtig sein, gilt aber vor allem für gesunde Menschen.

In seiner Kolumne für 20 Minuten greift Jürg Hösli,  Ernährungswissenschaftler & Querdenker, gern kontroverse Themen aus Sport, Psychologie und Ernährung auf. Lesen Sie hier den vollständigen Beitrag.  PDF (184 KB)

Das Geheimnis der natürlichen Bewegung
Der Bewegungsmangel als Hauptursache fast aller Krankheiten – Wir, die zivilisierten Menschen, leiden unter Bewegungsmangel. Überall heisst es: «Du sollst dich mehr bewegen!» Ist das aber schon die ganze Wahrheit und einzige Erkenntnis?
Wir beginnen mit unserem Exkurs beim Naturmenschen. Er geht 15 bis 20 km pro Tag, um sich sein tägliches Brot zu besorgen. Früher gingen wir alle täglich diese Distanz um uns selbst zu versorgen. Die Nahrung in Form von Bewegung war im Überfluss da. Der Naturmensch bewegt sich automatisch noch ausreichend. Heute gehen wir als zivilisierte Menschen gerade noch 800 Meter am Tag und die restliche Zeit sitzen wir. Man kann von einer «Bewegungs-Hungersnot» sprechen. Der Mangel an Bewegung ist oft der Ursprung von Schmerzen an Rücken, Hüften, Beinen und Füssen.


Qualität vor Quantität
Wir können noch so viel gehen, wenn die Qualität der Bewegung nicht stimmt, werden wir trotzdem unbeweglicher und der Gang wird immer noch schmerzhafter.

Wer rastet, der rostet. Dabei rastet zwar nicht der ganze Mensch, aber einzelne Muskeln und Muskelgruppen. Und das ist das viel grössere Problem als die Menge der Bewegung! Es genügt bei weitem nicht, zu sagen: «Ich gehe häufig walken, joggen oder wandern.» Es ist, wie wenn sie sagen würden: «Ich esse ja genügend Kohlenhydrate, Gemüse und Fleisch.» Ja, aber was ist mit den Vitaminen, Mineralstoffen, Vitalstoffen?

Es ist erwiesen, dass sich eine gesunde Ernährung nicht durch die Menge, sondern durch die Qualität beziehungsweise die Nährstoffdichte auszeichnet. Genauso ist es auch bei der Bewegung. Nicht allein das viel Bewegen ist entscheidend für die Gesundheit des Körpers. Vielmehr ist es die Qualität der Bewegung, welche langfristiges Wohlbefinden und Gesundheit verschafft.

Erfahren Sie hier mehr über die qualitativ hochwertige Bewegung für Ihren Alltag!