Seitliches Abkippen / Materialermüdung

Der menschliche Körper ist dafür gebaut barfuss auf natürlichem Gelände zu gehen. Das trainiert und stärkt die Füsse bei jedem Schritt im Alltag. Demgegenüber geht der zivilisierte Mensch auf flachen Böden und in Schuhen mit steifen Sohlen oder Absätzen; die Bewegung des Fusses wird dabei behindert und der Fuss geschwächt. Wenn nun ein solch geschwächter Fuss in den kyBoot steigt, wird er anfangs höchstwahrscheinlich überfordert sein, seitliches Abkippen ist ein erstes Zeichen dieser Schwäche.

Im kyBoot/ auf dem kyBounder können Sie Ihre Fussmuskulatur wieder aufbauen, sodass die Füsse an Kraft und Stabilität gewinnen und weniger oder sogar nicht mehr seitlich abkippen.

Seitliches Abkippen/ Ablaufen

Definition

Sie knicken beim Gehen mit einer oder beiden Fersen bei jedem Schritt nach innen oder nach aussen.
Das Material des kyBoot wird einseitig weich und das Abknicken verstärkt sich.


Mögliche Fussfehlstellungen und Instabilität der Füsse, welche das Einknicken im kyBoot verstärken könnten:

  • Knick-Senkfuss, Plattfuss:
    Wenn das Längsgewölbe des Fusses (die Wölbung der Fusssohle an der Fussinnenseite vor dem Vorfussballen) abgeflacht ist, wird dies als Senkfuss bezeichnet. Wird bei einem ausgeprägten Senkfuss die Fusssohlenhaut unter dem Längsgewölbe vollständig belastet oder ist die Kontur der Fussinnenseite konkav, liegt als Extremform ein Plattfuss vor.

    Ist hingegen der Rückfuss valgisch eingeknickt und steht der Knöchel hierdurch auf der Innenseite deutlich heraus, liegt ein Knickfuss vor. Oft ist jedoch beides kombiniert oder nicht ausreichend differenziert, so dass von einem Knicksenkfuss gesprochen wird.

  • Instabile Sprunggelenke:
    Eine Instabilität des Sprunggelenks kann entstehen, wenn die Bänder überdehnt wurden oder gerissen und zu locker zusammengewachsen sind (mechanische Instabilität).
    Manche Leute haben auch von Natur her sehr lockere Bänder.

Ursachen

Weil die Füsse heutzutage kaum im Alltag trainiert werden (Betonböden, bewegungslimitierende Schuhe), ist die Fussmuskulatur bei den meisten Leuten stark abgeschwächt. Dadurch sind die Füsse weniger stabil und neigen zu seitlichem Abkippen, vor allem auf instabilem Untergrund.

Der kyBoot hat eine weich-elastische Sohle, welche dem Fuss eine dreidimensionale Bewegungsmöglichkeit gibt. Dadurch kommen Fehlbelastungen (z.B. seitliches Abknicken) auch sofort zum Vorschein. In den "normalen, harten Schuhen" ist der Fuss viel stabiler. Fehlbelastungen sind jedoch auch dort vorhanden. Dies sehen Sie an einer, oft einseitigen Abnutzung der harten Sohle.

Die weich-elastische Sohle des kyBoot hat einen grossen Vorteil: Die Sohle gibt bei ungleichmässiger Gewichtsverteilung auf dem Fuss sofort nach, somit wird für den Träger die einseitige Belastung ersichtlich und er kann dem entgegenwirken. Je mehr Gewicht ein Träger auf die kyBoot-Sohle bringt, desto deutlicher wird eine ungleichmässige Belastung auf den Fuss ersichtlich.

In den meisten Fällen knickt nur ein Fuss nach innen/aussen. Warum ist das so?

  • Die meisten Menschen haben eine „starke Hand“ und eine schwächere Hand. Genauso verhält es sich bei den Beinen/Füssen.
  • Ginge der Mensch täglich barfuss im Sand, würden beide Füsse genau gleich trainiert und somit fast genau gleich stark.
  • Ein so trainierter Mensch würde im kyBoot nicht im Geringsten einknicken.
  • Weil die Fussmuskulatur des zivilisierten Menschen auf harten Böden aber immer geschont wird, bleibt ein Fuss immer schwach. Der Fuss wird unbewusst geschont, z.B. bei längerem Stehen, bei dem der Mensch zumeist auf dem Standbein ausruht.
  • Weil im kyBoot nun die unterschiedlich starken Füsse genau gleich beansprucht werden, zeigen sich diese Unterschiede sofort durch das mehr oder weniger starke Einknicken des einen Fusses im Vergleich zum anderen.

Langzeitfolgen

  • Überlastung/Fehlbelastung von Sprunggelenk und Knie
  • Führt zu Muskeldysbalancen, Asymmetrien, schmerzhaften Reizungen
  • Erhöhte Sturzgefahr

Wenn man sehr bewegliche Bänder hat, ev. zusätzlich instabile Fussgelenke, ist der kyBoot genau der richtige Trainingsschuh für Sie. Auf jeden Fall sollte man die Füsse trainieren, damit diese stabiler werden und weniger anfällig für weitere Verletzungen.

Konventionelle Therapie

  • Oft werden orthopädische Schuheinlagen verordnet, um die instabilen, abgeschwächten Füsse passiv zu stabilisieren.
    Stabilisierende, einengende Schuhe bewirken genau das Gegenteil: Der Fuss rollt kaum mehr selbst ab und wird immer schwächer. So kommt es zu Fehlstellungen wie z.B. Knickfuss oder Hallux valgus und Gelenksüberlastung.
  • In der Physiotherapie wird die Fuss- und Unterschenkelmuskulatur aktiv mit Übungen koordinativ gekräftigt.

kybun Wirkungsprinzip – Proaktiv handeln

Achtung, „kyBoot hat 2 verschiedene Sohlen im Sortiment!“

Wenn Sie instabile Fussgelenke mit lockeren Fussbändern haben oder auf der kyBoot-Sohle der 1. Generation abkippen, raten wir Ihnen, einen kyBoot mit der etwas breiteren, durchgehenden Sohle der 2. Generation, zu erwerben. Auf dieser Sohle werden Sie sich deutlich sicherer fühlen! 

In der Tat gibt der kyBoot dem Fuss nicht viel Halt, dies aber mit Absicht. Die weich-elastische kyBoot-Sohle erlaubt es dem Fuss, sich frei zu bewegen und so die abgeschwächte Fussmuskulatur zu kräftigen. Da wir in den normalen, harten Schuhen diese Freiheit nicht gewohnt sind, empfinden wir das neue Gefühl anfangs als instabil, eventuell sogar als unangenehm. Dies zeigt uns aber nur, dass unsere Muskulatur in den Füssen und Beinen über Jahre abgeschwächt wurde.

Im kyBoot lernt der Fuss wieder natürlich über die Fersen abzurollen und wird dadurch stärker und beweglicher. Das anfangs instabile Gefühl im kyBoot/ auf dem kyBounder werden Sie nach wenigen Tagen oder Wochen verlieren, denn Ihre Fussgelenke werden aktiver und die Muskulatur stärker. Dadurch können Sie das Gleichgewicht im kyBoot/ auf dem kyBounder besser halten, auch auf unebenem Gelände.

Durch das tägliche Tragen des kyBoot, gleichen sich Stabilitäts-bzw. Kraftunterschiede in den Füssen aus, wenn auch nicht ganz, so wie bei einem Linkshänder die rechte Hand auch nie gleich gut trainiert werden kann wie die linke. Bei den Füssen, die das Fundament des Körpers bilden, ist es aber sehr wichtig, dass die Unterschiede zwischen links und rechts ausgeglichen werden, da sonst Schonhaltungen entstehen, die Rücken-, Hüft-, Knie- und Fussprobleme auslösen können.

Erstreaktionen

Spezifische Erstreaktionen bei instabilen Fussgelenken:

Wenn Sie im kyBoot über längere Zeit seitlich abkippen, kann es zu Schmerzen/ Reizungen seitlich am Fuss oder seitlich am Knie oder Hüfte kommen. Daher ist es wichtig, dem vorzubeugen und die Fussstellung aktiv zu korrigieren.

 

Für allgemeine Erstreaktionen bei kyBounder und kyBoot Neueinsteigern, klicken Sie hier: Erstreaktionen 

kybun-Übungen

Für Informationen zu den kyBoot Spezialübungen und den kyBounder Grundübungen klicken Sie bitte hier: kybun Übungen

Anwendungstipps

Am Anfang ist es wichtig, dass Sie im kyBoot auf eine korrekte Fussposition achten. Dies bedeutet, dass der Fuss gerade auf der kyBoot Sohle stehen sollte und weder nach innen oder aussen abknickt. Wenn die Füsse im kyBoot nach innen oder aussen knicken, ist das kein Fehler des kyBoot, sondern eine Schwäche des Fusses die durch Training langsam abgebaut werden muss. Sie merken sofort, wenn Sie Ihre Füsse einseitig belasten, denn die Sohle gibt an der betreffenden Stelle stark nach.

Versuchen Sie sich auf die Fussstellung zu konzentrieren und ein seitliches Abkippen zu korrigieren, dadurch kräftigen Sie Ihre Fussmuskulatur und werden mit der Zeit nicht mehr seitlich kippen. Beachten Sie, dass sich Ihr Körper nicht verkrampft.

Achten Sie darauf, dass Sie keine allzulangen Schritte machen, dadurch ist es einfacher, den Fuss über der kyBoot-Sohle zu stabilisieren, und die Tendenz zum seitlichen Abkippen nimmt ab.

Wenn ein Aufrechtes Gehen im kyBoot nicht mehr möglich ist, oder wenn Sie bemerken, "neben dem Schuh zu stehen" und dies nicht mehr korrigieren können, ist dies ein Zeichen, dass der Körper ermüdet und Sie eine kurze kyBoot-Pause einlegen sollten.

Steigern Sie die Tragdauer langsam nach Gutdünken, bis Ihre Füsse genügend Kraft und Koordination haben im kyBoot über mehrere Stunden am Stück zu Gehen. Bei manchen Leuten ist dies bereits nach wenigen Tagen möglich, andere brauchen länger, das ist sehr individuell.
Der kyBoot ist ein Trainingsgerät und kann später, muss aber nicht, zu einem Alltagsschuh werden.

Bei sehr schwacher Fussmuskulatur kann es beim ersten kyBoot Sinn machen, ein Modell mit Sohle der 2. Generation zu erwerben. Diese Sohle ist etwas stabiler im Mittelfussbereich. (Bitte fragen Sie Ihren kyBoot Händler für mehr Informationen)

Probieren Sie verschiedene kyBoot-Modelle, einige höher geschnittene Modelle verleihen mehr Stabilität.

Wenn Sie sich im kyBoot gehend trotzdem zu unsicher fühlen, raten wir Ihnen zum kyBounder. Die kyBounder sind in 3 unterschiedlichen Dicken erhältlich; dadurch können Sie die Dicke wählen, wo es Ihnen am wohlsten ist (je dicker-desto instabiler-desto intensiver das Training).
Zusätzlich haben Sie auf dem kyBounder die Möglichkeit, falls Sie zusätzlichen Halt benötigen, sich an einem festen Gegenstand festzuhalten.

Meinungen/Kundenaussagen

Die ausführliche Untersuchung und der klinische Test zeigen: Durch die langgezogene Schnürung lässt sich der kyBoot sehr passgenau auf den Fuss fixieren, was auch die exakte Positionierung des Fusses über der Sohle ermöglicht. Das grosse Innenvolumen ermöglicht ein genügendes Spiel der Zehen ohne Druckstellen und ist somit auch für Personen mit vergrössertem Fussvolumen geeignet. Das Schaftmaterial ist sehr weich, was den Tragekomfort noch weiter verbessert. Die speziell konstruierte Sohle bereichert das Innenklima des Schuhes ganz erheblich, da die Belüftung bei jedem Schritt zu einer Ventilation des Fusses führt. Dies ist besonders bei mehrstündigem Tragen sehr angenehm. Die extreme Dämpfung ist vor allem für Menschen mit Arthroseproblemen in den Beinen sowie auch im Hüftbereich und auch im Wirbelsäulenbereich geeignet. Die hohe Deformations- Potenz der schock-absorbierenden Sohle wird nicht, wie bei andern handelsüblichen Gesundheitsschuhen, durch eine übertriebene Erhöhung der Sohle erreicht, sondern durch das ausgeklügelte Dämpfungssystem. Trotz des starken Federns des Fusses beim Abrollvorgang entsteht keine eigentliche Instabilität, da die Laufsohle breit gehalten wurde, was die seitliche Abstützung gewährleistet. Die hohe Dämpfung im Mittel- und Vorfussbereich predestiniert den kyBoot für Menschen mit Mittelfuss- und Vorfussbeschwerden oder Fehlstellung der Zehen und Arthrosen.

Erfahrungen/Weitere Fragen zu Kniearthrose

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Ich knicke im kyBoot mit dem Fuss ein. Warum?

Der kyBoot hat eine weich-elastische Sohle, welche dem Fuss eine dreidimensionale Bewegung ermöglicht. Dadurch kommen Fehlbelastungen (z.B. seitliches Abknicken) auch sofort zum Vorschein im kyBoot. In den "normalen, harten Schuhen" ist der Fuss viel stabiler. Fehlbelastungen sind jedoch auch dort vorhanden. Dies sehen Sie an einer, oft einseitigen Abnützung der harten Sohle.
Im kyBoot lernen wir wieder aus den Füssen zu Gehen (Abrollen), da die weich-elastische Sohle des kyBoots dies zulässt und dem Fuss die natürliche Bewegungsfreiheit zurückgibt.

Der menschliche Körper ist dafür gebaut barfuss auf natürlichem Gelände zu gehen. Das trainiert und stärkt die Füsse bei jedem Schritt im Alltag. Demgegenüber geht der zivilisierte Mensch auf flachen Böden und in Schuhen mit steifen Sohlen oder Absätzen; die die Bewegung des Fusses wird dabei behindern, und der Fuss geschwächt. Wenn nun ein solch geschwächter Fuss in den kyBoot steigt, wird er anfangs leicht überfordert. Darum ist es wichtig, dass die Tragdauer langsam über Wochen gesteigert wird. Anfangs genügen oft 20-30 Minuten am Stück, mehrmals pro Tag. Steigern Sie die Tragdauer langsam über 2-3 Monate, bis Ihre Füsse genügend Kraft und Koordination haben im kyBoot über mehrere Studen am Stück zu Gehen. Bei manchen Leuten ist dies bereits nach wenigen Tagen möglich, andere brauchen länger, das ist sehr individuell.

Wenn die Füsse im kyBoot nach innen oder aussen knicken, ist das kein Fehler des kyBoot, sondern eine Schwäche des Fusses die durch Training langsam abgebaut werden muss. Versuchen Sie sich auf die Fussstellung zu konzentrieren und ein seitliches Abkippen zu korrigieren, dadurch kräftigen Sie Ihre Fussmuskulatur und werden mit der Zeit nicht mehr seitlich kippen.
Dadurch stärken und entlasten Sie Ihren Rücken, die Hüften und Knie langfristig!
Wenn ein Aufrechtes Gehen im kyBoot nicht mehr möglich ist, ist dies ein Zeichen, dass der Körper ermüdet und Sie eine kurze kyBoot-Pause einlegen.

In den meisten Fällen knickt nur ein Fuss nach innen/aussen. Warum ist das so? So wie die rechte und linke Hand unterschiedlich funktionieren, tun das auch die Füsse. Der eine Fuss ist von Haus aus stärker, der andere schwächer. Würde der Mensch täglich barfuss im Sand gehen, würden beide Füsse genau gleich trainiert und somit fast genau gleich stark. Ein so trainierter Mensch würde im kyBoot nicht im geringsten einknicken. Weil die Füsse des zivilisierten Menschen aber immer geschont werden, bleibt der eine Fuss schwach. Der Fuss wird unbewusst geschont, z.B. beim längeren Stehen, bei dem der Mensch immer auf dem Standbein ausruht. Dafür wird das Sprungbein fast nur zum Springen gebraucht. Weil im kyBoot nun beide Füsse genau gleich beansprucht werden, zeigen sich diese Unterschiede sofort durch das mehr oder weniger starke Einknicken des einen Fusses im Vergleich zum anderen. Durch das tägliche Tragen des kyBoot, gleichen sich diese Unterschiede aus, wenn auch nicht ganz, so wie bei einem Linkshänder die rechte Hand auch nie gleich gut trainiert werden kann wie die linke. Bei den Füssen, die das Fundament des Körpers bilden, ist es aber sehr wichtig, dass die Unterschiede zwischen links und rechts ausgeglichen werden, weil sonst Schonhaltungen entstehen, die Rücken-, Hüft-, Knie- und Fussprobleme auslösen können.


Ansprechpartner: Karl Müller
Seitliches Abkippen/Abrutschen bei überbewechlichen/lockeren Fussbänder

Eine Kundin sagt, dass sie im kyBoot nicht laufen könne. Sie rutsche massiv zur Seite und laufe neben der Sohle und bekomt nach kurzer Zeit Spannungsschmerzen. Sie hat lockere Bänder am Fuss und denkt, dass der kyBoot für Sie ungeeignet ist.

Wenn die Kundin sehr bewegliche Bänder hat, ev. zusätzlich instabile Fussgelenke, ist der kyBoot genau der richtig eTrainingsschuh für sie. Auf jeden Fall sollte die Kundin ihre Füsse trainieren, damit diese stabiler werden und weniger aanfällig auf weitere Verletzungen.
Da Ihnen beim Anprobieren im Laden nichts negatives an der Fussstellung aufgefallen ist, ist die Kundin fähig, die Füsse bewusst in der richtigen Position zu positionieren.

Bei einer Kundin mit ausgeprägter Lockerheit der Fussbänder ist es wichtig, dass nur kurze Zeit im kyBoot gegangen wird. Am besten bewusst zirka 15 Minuten und mehrmals pro Tag. Das heisst Sie muss sich anfangs besonders auf eine richtige Fussstellung achten und ein seitliches Abkippen immer wieder korrigieren.. So kann die Kundin die stabilisierende Fussmuskulatur trainieren und lernt wieder, sich gerade auf den Füssen zu halten. Nach einigen Tagen bis Wochen, wird ihr das "gerade Stehen und Gehen" wesentlich einfacher fallen. Mit der Zeit muss sie sich auch nicht mehr so darauf konzentrieren und kann langsam die Tragdauer verlängern.

Es ist wichtig der Kundin zu vermitteln, dass sie in "normalen, stützenden Schuhen" zwar stabiler drinsteht, aber dafür nur passiv. Das heisst ihre Fussmuskulatur wird nicht gestärkt und die Instabilität der Füsse nimmt noch zu. Der kyBoot ist ein Trainingsgerät und kann später, muss aber nicht, zu einem Alltagsschuh werden. Es ist sehr wichtig, dass Sie eine kyBoot-Pause einlegt wenn Sie bemerkt "neben dem Schuh zu stehen" und dies nicht mehr korrigieren kann.

 


Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: kyBoot Händler
Abnützung der Sohle bei einseitiger Belastung nach Rückenoperation und falschem Gangbild

Wie kann ich einer Abnützung der kyBoot Sohle entgegenwirken?
Mein erster kyBoot wurde mir nach sechs Monaten ersetzt, da die Innensohle des rechten Schuhes auf der linken Seite stark abgetragen war. Bei meinem neuen kyBoot stelle ich die gleiche Tendenz fest.
Mir wurde gesagt, dass ich bei jedem Schritt darauf achten sollte, wie ich abstehe. Versuche ich dies, werde ich aber viel zu verkrampft. Ich denke, dass ich mein Gangbild nach meinen Rückenoperationen nicht mehr so stark beeinflussen kann.

Eine einseitige Belastung fördert bei der kyBoot Sohle sowie bei jeder anderen Sohle die Abnützung. Dies kann auch folgenderweise erklärt werden: Je stärker ein Motorradfahrer in die Kurven liegt und je häufiger er fährt, desto schneller müssen die Reifen ersetzt werden.

Die weiche kyBoot Sohle passt sich im Gegensatz zu einer harten Sohle dem Untergrund an und wird darum kaum abgetragen. Jeder Mensch hat sein eigenes Gangbild und deshalb ist die kyBoot Sohle für alle geeignet. Sie passt sich jedem Schritt an: Dies wiederum schont die Gelenke, da die Schläge bereits in der Sohle abgefangen werden.
Wenn der kyBoot jedoch über Monate sehr einseitig belastet wird, passt sich der Schuh dieser Belastung an und nützt einseitig ab, er kann sogar kaputt gehen.

Sie müssen nicht bei jedem Schritt darauf achten, wie Sie gehen, ansonsten verkrampfen Sie sich zu fest. Ich rate Ihnen lediglich, sich von Zeit zu Zeit auf einer Strecke von 200 bis 500 Metern auf Ihren Gang zu konzentrieren und bewusst gleichmässig zu laufen. Wenn Sie dies mehrmals pro Tag ausführen, können Sie Ihr Gangbild langfristig korrigieren und Muskeln aufbauen, die dem falschen Gang entgegenwirken.
Auch wenn dies bei einer bestehenden, langjährigen Fehlhaltung schwierig ist, können Sie trotzdem etwas an der Haltung verbessern und die Gelenke schonen.

Ich habe im kyBoot zu wenig Halt!

Seit einigen Wochen trage ich nun den kyBoot und habe das Gefühl, dass er mir zu wenig Halt gibt. Oft knicke ich zur Seite ab und stehe "neben dem Schuh". Was kann ich machen? Ist der kyBoot nicht geeignet für meine Füsse?

In der Tat gibt der kyBoot dem Fuss nicht viel Halt, dies aber mit Absicht. Die weich-elastische kyBoot Sohle erlaubt es dem Fuss, sich frei zu bewegen und so die abgeschwächte Fussmuskulatur wieder aufzubauen. Da wir in den normalen, harten Schuhen diese Freiheit nicht gewohnt sind, empfinden wir das neue Gefühl anfangs als instabil, ev. sogar als unangenehm. Dieses zeigt uns aber nur, dass unsere Muskulatur in den Füssen und Beinen über Jahre eingeschränkt und abgeschwächt wurde.

Im kyBoot lernt der Fuss wieder natürlich über die Fersen abzurollen und wird dadurch stärker und beweglicher. Das instabile Gefühl werden Sie nach wenigen Tagen oder Wochen verlieren, denn Ihre Fussgelenke werden aktiver und können das Gleichgewicht besser halten.

Stabilisierende, einengende Schuhe bewirken genau das Gegenteil: Der Fuss rollt kaum mehr selbst ab und wird immer schwächer. So kommt es zu Fehlstellungen wie Knickfuss und Hallux und die Gelenke werden überlastet.

Am Anfang ist es wichtig, dass Sie im kyBoot auf eine korrekte Fussposition achten. Dies bedeutet, dass der Fuss gerade auf der kyBoot Sohle stehen sollte und weder nach innen oder aussen abknickt. Sie merken sofort, wenn Sie Ihre Füsse einseitig belasten, denn die Sohle gibt an der betreffenden Stelle stark nach.

Ich rate Ihnen, sich langsam an den kyBoot zu gewöhnen. Beginnen Sie mit kurzen kyBoot Intervallen von einer Viertelstunde, dafür mehrmals täglich. Steigern Sie die Tragedauer langsam über zwei bis drei Monate. Wenn Sie merken, dass Ihre Füsse im kyBoot abknicken oder ermüden, ist es Zeit für eine kyBoot Pause.

Bei stark abgeschwächten Füssen gibt es zusätzlich die Möglichkeit, mit dem kyBounder zu trainieren. Die weich-elastische Matte, auf der man im Stehen die Tiefenmuskulatur stärkt, ist bestens dafür geeignet, sich auf die Haltung zu konzentrieren. Der kyBounder ist die Stehlösung im Büro oder auch in der Gymnastik ein ideales Hilfsmittel für Gleichgewichts- und Koordinationstraining.

Videothek: Übungen

Wieso kippe ich im kyBoot Jindo Black seitlich ab und im Guibin nicht?

Ich trage den kyBoot Jindo Black als Alltagsschuh und den Guibin White als Hausschuh. Nun ist mir aufgefallen, dass ich im Guibin viel stabiler gehe und weniger einknicke als im Jindo. Gibt es zwischen den Sohlen dieser beiden Modelle einen Unterschied?

Der Guibin hat eine andere Sohlenform als der Jindo. Von unten betrachtet ist die Auflagefläche beim Guibin leicht grösser. Dies gibt mehr Stabilität, daher haben Sie im Guibin auch nicht das seitliche Kippen. Der Jindo ist ein intensiveres Trainingsgerät, da er leicht instabiler ist, jedoch sind beide Modelle gut für die Gesundheit. Der Unterschied hängt mit dem Produktionsstandort zusammen: In der Schweiz werden die etwas breiteren Sohlen hergestellt, in Italien die ursprünglichen, etwas instabileren Sohlen.

 

Abkippen bei Übergewicht

Mein Mann wiegt 150 Kg und kippt im kyBoot schräg auf die Aussenkante. Ist der kyBoot bei Übergeweicht wirklich geeignet?

Der kyBoot hat eine weich-ealstische Sohle, dies hat einen grossen Vorteil: Die Sohle gibt bei ungleichmässiger Gewichtsverteilung auf dem Fuss sofort nach, somit wird für den Träger die einseitige Belastung ersichtlich und er kann dem entgegenwirken. Je mehr Gewicht ein Träger auf die kyBoot-Sohle bringt, desto deutlicher wird eine ungleichmässige Belastung auf den Fuss ersichtlich. In den herkömmlichen Schuhen mit harter Sohle war die Fussbelastung in diesem Fall auch einseitig, dies konnte man an einer einseitigen Abnützung der Sohle sehen.

Ihr Mann steht seitlich mehr auf dem Fuss, daher wird der kyBoot dort nach schräg unten gedrückt. Es ist wichtig, dass er diese einseitige Fussbelastung korrigiert, denn sie haben es richtig gesagt, dies sieht nicht nur unschön aus, sondern ist auch ungesund. 

Anfangs wird es ihm sicherlich schwer fallen, da er sich die einseitige Haltung über längere Zeit angewohnt hat. Ich empfehle ihm anfangs eher kürzere Distanzen mit dem kyBoot zu gehen, sich dafür auf die Fussposition zu konzentrieren. Mit der Zeit muss er sich immer wie weniger konzentrieren, da der Körper dies automatisiert. Es hilft, wenn er sich vorstellt, über die Grosszehe abzurollen. Somit stärkt er die tiefe stabilisierende Fussmuskulatur die immer wie mehr die Stabilisation und Aufrichtung des Fusses übernimmt.

Es ist nicht schlimm oder schädlich, wenn ihr Mann trotzdem immer wieder leicht seitlich auftritt, wichtig ist, dass er bewusst dieser Fehlbelastung entgegenwirkt, so kann er langfristig den Fuss gesund belasten. Dies hat nicht nur für den Fuss gesundheitliche Vorteile, auch die Knie, Hüften sowie der Rücken werden dadurch schonender und gleichmässiger belastet.

Seitliches Abkippen beim Kurven-Gehen verursachte Knieschmerzen

Zu Hause trage ich den Gaya, ansonsten den Baram und Bom und seit Nov. Halla. Nun hatte ich vor kurzem akut Knieschmerzen, aber es war nichts geschwollen, ich hatte einfach einen komischen Zug vorallem wenn ich mich seitlich bewegte, was ich im Haushalt viel tue und mir fiel auf das ich mit dem Gaya sehr auf die Aussenkante abknickte.

Wenn der Gaya zu locker am Fuss sitzt kann der Fuss noch viel schneller, als in den geschlossenen kyBoot Modellen, seitlich abkippen. Besonders wenn du im Haushalt schnell um die Ecken flitzen willst, würde ich die offenen kyBoot zum Reinschlüpfen nicht empfehlen, da brauchst du etwas mehr Halt im Schuh.

Der kyBoot ist bereits eine Herausforderung für ein „gemütliches“ geradeaus Gehen, sobald es kurvig wird, muss der Fuss noch mehr dagegen halten, um nicht seitlich abzukippen. Dies ist zwar ein gutes Fuss-Stabilitäts-Training, aber man muss sich auf die Fussstellung konzentrieren und diese korrigieren. Ich denke, dass dies während der Hausarbeit etwas schwierig ist…daher lieber ein geschlossenes Modell wählen.

Es ist wichtig, dass du ein seitliches Abkippen im kyBoot korrigierst, nur so kannst du deine Fussmuskulatur kräftigen. Wenn du über mehrere Stunden seitlich abkippst, kann das schon mal zu einer Reizung von Muskeln, Bänder oder Gelenken führen. Durch das seitliche Abknicken im Gaya hast du mehr Druck auf der Fussaussenkante und dies wiederum ergibt mehr Zug seitlich am Unterschenkel bis ins Kniegelenk.

Es tönt, als wäre dein Fuss und das Knie etwas gereizt. Ich rate dir, dich jetzt besonders gut auf die Fussstellung im kyBoot zu konzentrieren, zu darfst auf keinen Fall seitlich abkippen. Wenn du merkst, dass du dies nicht mehr korrigieren kannst, ist es Zeit ein kurze kyBoot Pause einzulegen.
Daher rate ich dir die Tragsauer am Stück zu reduzieren, lieber kürzere Sequenzen, dafür mehrmals täglich. Im Moment empfehle ich dir nur die geschlossenen kyBoot Modelle zu tragen, die gut am Fuss sitzen. Eventuell hilft es dir auch eine kyBoot Füllsohle oder andere dünne Sohle in den kyBoot zu legen, um die Weichheit der Sohle etwas zu vermindern, musst es mal ausprobieren.

Jeder kyBoot Träger reagiert anders, meistens kommt die Schwachstelle des Körpers sehr schnell zu Vorschein. Es ist sehr wichtig, dass man sich anfangs auf eine aufrechte Fusshaltung im kyBoot achten sollen. Die kyBoot-Sohle gibt nach, dies ist man von den „normalen, steifen“ Schuhen nicht gewohnt und kommen oft nicht automatisch auf die Idee, aktiv mit der Fussmuskulatur dem Abkippen entgegenzuwirken. 

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