Spinalkanalstenose / Degenerative Veränderungen an der LWS

Durch den aufrechten Gang des Menschen ist die untere Lendenwirbelsäule mechanisch hoch belastet. Degenerative Veränderungen sind alters- und belastungsabhängig und in leichten Ausprägungen weit verbreitet. Es ist dabei weniger die Frage, ob sie sich entwickeln, sondern mehr die Frage, wie schnell die Verengung fortschreitet und ob sie klinische Beschwerden verursacht.

Mit einer aufrechten Haltung und rückengerechtem Arbeiten kann man seinen Rücken schonend belasten und etwas dazu beitragen, dass er möglichst lange gesund und schmerzfrei bleibt. Ein wichtiger Faktor dafür ist eine funktionierende, kräftige Rückenmuskulatur.

Mit kybun haben Sie die Möglichkeit, das Rückentraining in Ihren Alltag zu integrieren, ohne zusätzlichen Zeitaufwand zu betreiben.

Definition

Der Begriff der Spinalkanalstenose (spinale Stenose oder Spinalstenose) bezeichnet eine Verengung des Wirbelkanales. Sie tritt häufiger bei älteren Menschen und meistens im Bereich der Lendenwirbelsäule auf. Die am häufigsten betroffenen Segmente sind zwischen dem dritten und vierten sowie zwischen vierten und fünften Lendenwirbelkörper.

Der klinische Befund ist zunächst uncharakteristisch. Funktionsstörungen und Schmerzen oder auch Reizungen der Ischiasnerven können durch sehr unterschiedliche krankhafte Veränderungen der Lendenwirbelsäule bedingt sein. Typisch für die spinale Stenose ist das Symptom der Claudicatio spinalis. Der Patient klagt über ziehende Schmerzen an der Vorder- oder Rückseite der Beine, wenn er eine kurze Strecke gegangen ist.

Ursachen

Im Rahmen des normalen Alterungsprozesses verlieren die Bandscheiben an Höhe und es kommt zur Osteochondrosis intervertebralis; einerseits zu Vorwölbungen der Bandscheibe, andererseits zu knöchernen Ausziehungen an den Wirbelkörpern (Spondylophyten). Weiter entstehen Arthrosen der kleinen Wirbelbogengelenke (Spondylarthrosen). Diese Kombination lässt eine sanduhrförmige Einengung des Spinalkanals entstehen.

Die Stenose kann verschiedene Formen haben. Gelegentlich verlagert sich eine relativ intakte Bandscheibe im Wirbelzwischenraum und „rutscht“ zur Seite. Damit wird der Spinalkanal von einer Seite her bedrängt und es kommt zu deutlicheren Beschwerden.

Langzeitfolgen

Die Stenose verläuft häufig progredient und schreitet mit unterschiedlicher Geschwindigkeit fort. Nach einigen Jahren kommt es jedoch meist zu keiner Verschlechterung mehr. Neurologische Ausfälle sind selten.

In extremen Fällen ist der Betroffene nur noch in der Lage, weniger als 100 m zu gehen; in diesem Fall ist eine weitere Diagnostik und spezielle Therapie erforderlich.

Konventionelle Therapie

Begleitend kann die gesamte, zur Verfügung stehende Palette der Schmerztherapie eingesetzt werden. Dies ist oft alleine schon notwendig, um eine gezielte Trainingsarbeit überhaupt erst zu ermöglichen. Das Hauptgewicht der Behandlung liegt auf physikalischen Massnahmen wie z.B. Entspannungsübungen, Elektrotherapie sowie bei der Trainingstherapie und nicht auf dem Einsatz von Schmerzmitteln. Je nach Krankheitsbild schlägt diese Behandlung jedoch nicht immer an.

Sofortige Linderung, insbesondere bei älteren Patienten, ist mit entlastenden oder stabilisierenden Rumpfbandagen/Stoffkorsett möglich. Hierdurch können Bandscheiben entlastet werden.

Manchmal muss trotzdem operiert werden. Im Rahmen einer chirurgischen Dekompression kann der Spinalkanal wieder erweitert werden, in leichten Fällen ist auch das Einfügen eines Platzhalters (interspinöse Spacer) zwischen den Dornfortsätzen zur Erweiterung des Spinalkanals und der Austrittskanäle der Nerven sinnvoll.

kybun Wirkungsprinzip – Proaktiv handeln

Bei degenerativen Veränderungen (Abnutzungserscheinungen) der Wirbelsäule ist es besonders wichtig, die tiefe, stabilisierende Rückenmuskulatur zu stärken. Dadurch kann die verloren gegangene Stabilität und Sicherheit verbessert werden, Schmerzen nehmen ab und die Gehstrecke kann verlängert werden.

Kräftigung der Rückenmuskulatur und Stabilisierung der Wirbelsäule 

  • Der kyBoot hat eine weich-elastische Sohle, die die Bewegung des Fusses nicht limitiert, sondern die Freiheit gibt, sich ungehindert in alle Richtungen zu bewegen. Das weich-elastische Gehen und die damit verbundene Instabilität im kyBoot trainiert die Muskulatur und richtet den Körper auf. (Dasselbe gilt für den kyBounder- den weich-elastischen Federboden)
  • Die tiefe, stabilisierende Muskulatur der Wirbelsäule wird gestärkt, was wiederum wie ein Zug auf die Wirbelsäule wirkt. Dadurch wird der Rücken entlastet und gleichzeitig stabilisiert. Sie können wieder aufrechter und länger gehen.
  • Durch die Aktivierung der tiefen, stabilisierenden Rückenmuskulatur wird zudem die Durchblutung in der Tiefe angeregt und dadurch die Heilung von Verletzungen unterstützt.

Aufrechte Haltung und Prävention vor Abnutzung

  • Besonders langes Sitzen, insbesondere in schlechter Haltung, beansprucht Muskeln und Wirbelsäule einseitig. Mit der Zeit werden unterforderte Muskeln schwächer und verkürzen sich. Einseitig überforderte Muskeln hingegen reagieren mit Verspannungen. Nacken-, Hüft-, und Rückenschmerzen sind die Folge und führen zu weiteren Fehlhaltungen. Dieser Täufelskreis kann später zu Abnutzung der Wirbelsäule führen
  • Auf dem weich-elastischen Federboden kyBounder stehend oder im kyBoot gehend werden die Muskeln entspannt, gedehnt und trainiert sowie der Körper in eine natürliche aufrechte Haltung gebracht. Verspannungen und Dysbalancen lösen sich. Die Stand- und Haltungsmuskeln werden gezielt aufgebaut. Durch den Wechsel von Muskelanspannung- und entspannung können Rückenschmerzen gelindert werden.
  • Durch eine aufrechtere Haltung werden die Bandscheiben achsengerecht belastet und die Bandscheiben bleiben gesund.

Erstreaktionen

Spezifische Erstreaktionen bei degenertiv veränderter Wirbelsäule (Abnutzungserscheinungen):

Wenn Sie den kyBoot/ kyBounder noch nicht gewohnt sind und Sie zudem seit längerem Rückenschmerzen haben, kann es anfangs passieren, dass sich die bekannten Schmerzen etwas verstärken. Mit der richtigen Anwendung des kyBoot/ kyBounders sollten sich diese Schmerzen verringern, sobald die Rückenmuskulatur durch das kybun-Training stärker wird.
Bitte beachten Sie die untenstehenden "Anwendungstipps" und lassen Sie sich von Ihrem kybun-Händler beraten , wenn Sie unsicher sind oder weitere Fragen zur Anwendung haben.

 

Für allgemeine Erstreaktionen bei kyBounder und kyBoot Neueinsteigern, klicken Sie hier: Erstreaktionen 

kybun-Übungen

Für Informationen zu den kyBoot Spezialübungen und den kyBounder Grundübungen klicken Sie bitte hier: kybun Übungen

Anwendungstipps

Wenn Sie im kyBoot oder auf dem kyBounder Rückenschmerzen bekommen oder sich Ihre bekannten Rückenschmerzen verstärken, kann dies mehrere Gründe haben (z.B. ungewohnte, aufrechtere Körperhaltung, verspannte Muskulatur, ungewohnte Bewegungen für den Rücken).

Wir raten Ihnen die kybun-Übungen regelmässig zwischendurch anzuwenden. Diese lockern Ihre Muskulatur und richten den Körper auf. Dadurch wird der Rücken entlastet, insbesondere die Bandscheiben. Die Rückenschmerzen sollte dadruch schon nach wenigen Stunden oder Tagen abnehmen.
Wählen Sie die kybun-Übungen aus, die Ihnen gut tun! Manche Kunden bevorzugen leichte Bewegungen andern Kunden helfen eher die intensivieren Übungen; dies ist sehr individuell.

Wählen Sie ein kyBoot-Modell mit der etwas breiteren Sohle der 2. Generation. Diese verleiht ihnen im Mittelfuss mehr Stabilität; lassen Sie sich die verschiedenen Modelle vom kybun-Händler Ihrer Wahl zeigen.

Wenn Sie sich auf dem kyBoot zu unsicher fühlen, oder ein zusätzliches Trainingsgerät für zu Hause suchen, ist der kyBounder die ideale Alternative. Auf dem weich-elastischen Federboden können Sie an Ort die Füss- Bein- und Rückenmuskulatur stärken. Bei Unsicherheit können Sie sich an einem festen Gegenstand festhalten. Ausserdem haben Sie die Möglichkeit zwischen verschiedenen kyBounder-Dicken zu wählen (je dicker desto Trainings-intensiver); lassen Sie sich von Ihrem kybun-Händler vor Ort beraten.

Wenn Sie trotz kybun-Übungen stark ermüden, Schmerzen haben oder seitlich auf der kyBoot-Sohle abkippen raten wir Ihnen, eine kurze kyBoot/ kyBounder-Pause einzulegen, bis die Symptome verschwunden sind.

Achten Sie sich auf eine aufrechte Körperhaltung, machen Sie nicht zu lange Schritte und schauen Sie in die Weite (nicht auf den Boden). Sie sollten gerade auf der kyBoot-Sohle gehen, das heisst, ein eventuell seitliches Abkippen korrigieren!

Nehmen Sie bei anhaltenden Schmerzen oder Taubheitsgefühl Kontakt mit Ihrem kybun-Händler auf und lassen Sie sich vor Ort beraten.

Meinungen/Kundenaussagen

Seit Januar 2015, konnte ich (77 Jahre alt) wegen den Schmerzen und dem Taubheitsgefühl in beiden Beinen nicht mehr als 50 Meter gehen. Mir wurde eine Spinale Stenose im Wirbelkanal diagnostiziert. Mehrere Ärzte sagten mir, dass ich an der Wirbelsäule operiert werden müsste. Meine Frau Stavroula (72 Jahre alt) hatte vor einem Jahr ein ähnliches Problem. Sie konnte nicht mehr als 30 Meter gehen, weil sie schmerzen im rechten Bein hatte. Ihre Diagnose war Verengung des Rückenmarkkanals. Sie überwand ihr Problem nach einer intensiven Physiotherapie, Akupunktur, Übungen und progressives Gehen mit dem kyBoot, nachdem der Physiotherapeut ihn ihr empfohlen hatte. Nach allen Behandlungen konnte sie ohne Pause 2 km am Stück gehen. Dadurch empfahl sie mir die gleiche Herangehensweise. Nach 4 Monaten Therapie konnte ich bis zu 1 km gehen. Ich zögerte mit dem Kauf, obwohl ich den Schuh nach einem Tag anprobieren sehr mochte. Meine Frau versuchte mich für den Kauf zu überzeugen. Es seien keine normalen Schuhe, sondern eine kostbare Ausrüstung. Da der Preis die Hälfte meiner Rente war, zögerte ich dennoch. Jetzt, zwei Monate nach dem tragen dieser wunderbaren Schuhe, bin ich mit dieser Kaufentscheidung sehr zufrieden. Ich gehe jeden Tag 75 Minuten mit meiner Frau spazieren und dies mit einem schnellen Schritt. Wir konkurrieren sogar untereinander, wer als erstes am Ziel ist. Unser Ziel ist es in einigen Jahren, wenn wir unseren 50. Hochzeitstag feiern, 10km an einem Tag mit dem kyBoot zu gehen.

Erfahrungen/Weitere Fragen zu Rückenschmerzen

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Wie wirkt der kyBoot bei Spinalkanalstenose?

Ist bekannt, ob der kyBoot bei einer Spinalkanalstenose positive Auswirkungen haben kann, oder eher negativ wirkt?
Ich bin 20 Jahre zu jung, habe keine Schmerzen, dafür Lähmungserscheinungen bei längerer Belastung. Nun suche ich eine effiziente Trainings- und Stärkungsmöglichkeiten für den Rücken.

Der kyBoot und der kyBounder sind ideale Trainingsgeräte, um die tiefen, stabilisierenden Muskeln des Rückens zu trainieren. Dies ist bei einer Spinalkanalstenose besonders wichtig um den eingeklemmten Nerv zu entlasten. Es gibt dabei jedoch gewisse Punkte zu beachten:

Spinalkanalstenose-Betroffene behelfen sich oft, indem sie ihren Oberkörper nach vorne beugen. Am Anfang nur leicht, dann immer deutlicher. Dies ist eine natürliche Reaktion, um dem Schmerz oder den Lähmungserscheinungen auszuweichen, denn durch diese Vorlage weitet sich der Spinalkanal kurzfristig. Über längere Zeit gesehen ist diese Reaktion des Körper jedoch nicht vorteilhaft: Die Vorlage ist eine Fehlhaltung was zu Verspannungen, Blockaden und später eventuell zu noch mehr Einengung im Spinalkanal führt.

Im Falle einer Spinalkanalstenose müssen wir einen Kompromiss machen: Einerseits müssen wir die Lähmungserscheinungen vermindern, indem der Spinalkanal geöffnet wird. Anderseits darf die Fehlhaltung (Vorlage) nicht zu gross werden, um negative Folgereaktionen zu vermeiden.

Für diesen Kompromiss eignet sich der kyBoot besonders:

Durch das Gehen auf weich-elastischem Untergrund wird der Körper sanft, Schritt für Schritt aufgerichtet. Dies geschieht automatisch. Wichtig ist, dass sie auf Ihren Körper hören. Die Lähmungserscheinungen sollten abnehmen, bei einer Zunahme der Lähmungen oder Schmerzen sollten Sie die kyBoots ausziehen. Wichtig ist, dass Sie den kyBoot nach einer Pause so schnell wie möglich wieder anziehen, damit sich Ihr Körper an die neue Haltung gewöhnen kann. Achten Sie sich anfangs, dass Sie den kyBoot nur stündlich tragen (ev. sind bereits 20-30 Minuten am Stück genug), dafür mehrmals pro Tag. Steigern Sie die Tragduaer am Stück langsam über drei bis vier Monate, bis Sie den kyBoot mehrere Stunden ev. den ganzen Tag tragen können.

Im kyBoot haben die Füsse eine 360-Grad- Bewegungsfreiheit. Dadurch werden die Füsse beweglicher und die Fussmuskulatur wird wieder eingesetzt. Weil die Füsse stärker arbeiten/abrollen, wird Ihre Hüfte und der Rücken entlastet.

Der kyBoot und der kyBounder trainieren die Tiefenmuskulatur. Diese Muskulatur ist für die Stabilität der Gelenke verantwortlich. In Ihrem Fall können Sie so die Wirbelsäulengelenke stabilisieren. Dies wirkt wie ein Sog auf die Wirbelsäule, was die Lähmungserscheinungen mindert, ev. sogar beseitigt. Bitte haben sie für diesen Aufbau der Tiefenmuskulatur ca. drei bis vier Monate Geduld.  

Jeder Betroffene mit einer Spinalkanalstenose, reagiert etwas anders. Wichtig ist, dass Sie langsam mit der kyBoot Tragdauer starten. Hören Sie auf die Reaktion Ihres Körpers!

Kann der kyBoot bei Ischiasbeschwerden getragen werden?

Ich bin 70 Jahre alt und habe eit mehr als einem halben Jahr Schmerzen im linken Hüftbereich, die beinabwärts bis in die Zehen strahlen. Mein Hausarzt sprach von Ischialgie, ich bekam Schmerzmittel und war beim Osteopathen. Alles leider mit nur wenig Erfolg. Nun bekoam ich die Diagnose Bandscheinenvorfall zwischen 4/5 Lendenwirbel. Operieren lassen will ich mich vorderhand nicht, zumal die Beschwerden sich etwas gebessert haben. Allerdings habe ich noch ständig ein Gefühl von 'eingeschlafenen Zehen', was mir sehr zu schaffen macht.

Kurze Zeit vor dem Auftreten der ersten Beschwerden hatte ich mir Ihren kyBoot angeschafft.
Nun würde mich interessieren, wie Ihre Erfahrungen mit Ihren Schuhen bei Bandscheibenbeschwerden sind und ob ich wieder langsam mit dem Tragen der Schuhe anfangen kann. Grundsätzlich fühle ich mich wohl in diesem Schuh, möchte aber nichts falsch machen.

Sie können ohne Probleme wieder mit dem kyBoot beginnen zu Gehen. Dies wird Ihre Rückenmuskulatur stärken. Dadurch wird Ihr Rücken stabiler und die Beschwerden (Taubheit in Zehe) sollten dann langsam abnehmen. Wir haben sehr gute Erfahrungen bei Bandscheibenvorfällen mit dem kyBoot gemacht:

-    Durch eine aufrechtere Haltung werden die Bandscheiben achsengerecht belastet und die Bandscheiben bleiben gesund.

-    Durch das weiche und  instabile Stehen im kyBoot, wird die tiefe, stabilisierende Muskulatur der Wirbelsäule gestärkt, dies wirkt wie ein Zug auf die Bandscheiben. Dadurch wird der Rücken entlastet und gleichzeitig gestärkt. Der irritierte Nerv wird darurch entlastet und kann sich langsam regenerieren. Das Taubheitsgefühl (einschlafende Zehen) sollte dabei immer wie mehr nachlassen.

Wichtig ist, dass Sie langsam die Tragedauer steigern. Beginnen Sie mit 20-30 Minuten am Stück, mehrmals täglich. So kann sich Ihr Rücken langsam an die neue Haltung und an das neue Gehen gewöhnen. Wenn Sie im Rücken ermüden, ist es Zeit für eine kurze kyBoot-Pause. Ihr Körper wird Ihnen Bescheid geben, wenn er eine Pause braucht!


Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: Anne-Marie E.
Kann der kyBoot eine Entzündung des Ilioskaralgelenks/ISG-Blockade verursachen?

Ich bin begeisterte Besitzerin und Trägerin von vier Paar kyBoot. Meine Fuss- und Fersenschmerzen sind weg und Einlagen und Pelotten brauche ich nicht mehr. In den letzten drei Monaten hatte ich jedoch zwei Mal eine Blockade im Iliosakralgelenk (Gelenk in den Hüften), welche meine Physiotherapeutin behandeln konnte. Trotz verschiedener Übungen verschwinden die Schmerzen nicht ganz. Die Therapeutin meint, dass aufgrund der instabilen kyBoot Sohle mein Iliosakralgelenk irritiert sei. Muss ich nun auf den kyBoot verzichten?

Der kyBoot bedeutet für den Körper eine Umstellung: Er muss wieder lernen, die Füsse vermehrt einzusetzen und richtig über die Fersen abzurollen. Durch diese neue Bewegung wird der Hüft- und Rückenbereich entlastet. In den normalen, harten Schuhen kann sich der Fuss kaum bewegen und darum bewegen wir uns in diesen stark mithilfe der Hüftmuskulatur vorwärts. Dies wiederum bedeutet eine Überlastung des Rückens und des Iliosakralgelenks. 

Aus diesem Grund werden das Iliosakralgelenk und der Rücken langfristig durch das Gehen im kyBoot entlastet. Durch die Umstellung vom "normalen, harten Schuh" mit Einlagen zum kyBoot entsteht ein neues, natürliches, aufrechtes Gangbild, an welches sich die Muskeln des Körpers zuerst gewöhnen müssen. Darum kann ich mir vorstellen, dass Ihr Iliosakralbereich leicht überlastet ist, also die Muskulatur in diesem Bereich zu stark beansprucht wurde.

Ich als Physiotherapeutin habe die Erfahrung gemacht, dass das Iliosakralgelenk nach einer Mobilisations-Therapie muskulär stabilisiert werden muss, mithilfe von gezielten Übungen, die Ihnen Ihre Physiotherapeutin zeigen kann. Der kyBoot unterstützt diese aktive Therapie, da er die tiefe, stabilisierende Muskulatur stärkt und das Iliosakralgelenk gleichzeitig entlastet.
Eine kyBoot Pause empfehle ich Ihnen nur dann, wenn Sie sich im kyBoot nicht mehr wohl fühlen, oder wenn Sie an einer akuten Iliosakralgelenkentzündung leiden. Ansonsten reicht es, wenn Sie bei einer erneuten Irritation des ISG die kyBoot-Tragdauer am Stück etwas heruntersetzen oder eine kurze kyBoot-Pause einlegen.

Es gibt viele verschiedene Meinungen bei den Ärzten und auch bei den Physiotherapeuten, was die Therapiemethoden betrifft. Jeder Physiotherapeut hat seine eigenen Behandlungstechniken. Folgend noch ein Link zu unserer Homepage, Rubrik "Meinungen".

www.kybun.ch/meinungen.html

kyBoot geeignet bei Spinalkanalstenose und nach Fraktur eines Lendenwirbels?

Der kyBoot und der kyBounder sind ideale Trainingsgeräte, um die tiefen, stabilisierenden Muskeln des Rückens zu trainieren. Dies ist bei einer Spinalkanalstenose besonders wichtig um den eingeklemmten Nerv zu entlasten. Es gibt dabei jedoch gewisse Punkte zu beachten:

Spinalkanalstenose-Betroffene behelfen sich oft, indem sie ihren Oberkörper nach vorne beugen. Am Anfang nur leicht, dann immer deutlicher. Dies ist eine natürliche Reaktion, um dem Schmerz oder den Lähmungserscheinungen auszuweichen, denn durch diese Vorlage weitet sich der Spinalkanal kurzfristig. Über längere Zeit gesehen ist diese Reaktion des Körper jedoch nicht vorteilhaft: Die Vorlage ist eine Fehlhaltung was zu Verspannungen, Blockaden und später eventuell zu noch mehr Einengung im Spinalkanal führt.

Im Falle einer Spinalkanalstenose müssen wir einen Kompromiss machen: Einerseits müssen wir die Lähmungserscheinungen vermindern, indem der Spinalkanal geöffnet wird. Anderseits darf die Fehlhaltung (Vorlage) nicht zu gross werden, um negative Folgereaktionen zu vermeiden.

Für diesen Kompromiss eignet sich der kyBoot besonders:

Durch das Gehen auf weich-elastischem Untergrund wird der Körper sanft, Schritt für Schritt aufgerichtet. Dies geschieht automatisch. Wichtig ist, dass Sie auf Ihren Körper hören. Die Lähmungserscheinungen sollten abnehmen, bei einer Zunahme der Lähmungen oder Schmerzen sollten Sie die kyBoots ausziehen. Wichtig ist, dass Sie den kyBoot nach einer Pause so schnell wie möglich wieder anzieht, damit sich ihr Körper an die neue Haltung gewöhnen kann.

Wegen des „Wackelns“ müssen Sie beachten, dass die Wirbelsäule nur gefühlt mehr wackelt und sich instabiler anfühlt. In Wirklichkeit zentriert sich die Wirbelsäule im kyBoot und die Bewegungen  der Wirbelsäule werden viel kleiner und feiner.

Auch wegen der Wirbelsäulenfraktur habe ich keine Bedenken denn der kyBoot vergrössert die Muskelaktivität der Lendenwirbelsäule was einerseits zu einer besseren Durchblutung des Rückens führt und andererseits werden besonders die tiefen, feinen  Muskeln gekräftigt, was langfristig zu einer Verbesserung der Rückenstabilität führt und so die Wirbelkörper und Bandscheiben gleichmässiger belastet und geschont werden.

Es gilt jedoch dasselbe wie auch bei der Spinalkanalstenose. Falls es anfangs zu Schmerzen kommt, ist eine Pause vonnöten bis sich der Körper wieder erholt hat.

Zusätzlich empfehle ich Ihnen die speziellen kybun Übungen durchzuführen. Die gibt es sowohl für kyBounder wie auch für kyBoot.

http://www.kybun.ch/philosophie/kybun-uebungen/kybounder.html

www.kybun.ch/philosophie/kybun-uebungen/kyboot.html

Fuss und ausstrahlende Rückenschmerzen im kyBoot

Vom Tragen des kyBoot kriege ich seit einigen Wochen Fuss- und Rückenschmerzen. An was kann das liegen?

Ich trage seit Ende September den kyBoot und war bis vor kurzem ziemlich begeistert davon. Gegen Ende Dezemper kippte ich neu über die Ferse nach aussen weg. Zeitweise hatte ich das Gefühl, auf dem barem Boden zu gehen.
 
Seit zirka einem Monat habe ich nun zunehmend Beschwerden:
- Schmerzen im Rücken mit Ausstrahlung in die Wade (meine Spondylolisthesis L5/S1 ist bekannt)
.
Die Zehen kribbeln nach wie vor hin und wieder.
-Schmerzen im Fussgewölbe

Kann es sein, dass ich meinen Fuss wirklich falsch belaste? Was kann ich gegen meine Beschwerden tun?

Das Wegkippen nach innen oder aussen ist meistens ein Zeichen einer muskulären Instabilität des Fusses. Da Ihr Fuss über viele Jahre hinweg wenige Möglichkeiten hatte um richtig abzurollen, ist seine tiefe, stabilisierende abgeschwächt. Dadurch kann es passieren, dass Sie im kyBoot seitlich abkippen, und dies wiederum kann zum Einschlafen der Füsse oder sogar Schmerzen führen. Es kann gut sein, dass sich diese Erstreaktionen am Anfang noch nicht so stark zeigten.
Ich empfehle Ihnen ganz bewusst im kyBoot zu gehen, achten Sie sich darauf, dass der Fuss gerade/aufrecht auf der weichen kyBoot Sohle steht. Mit der Zeit (nach einigen Tagen oder Wochen) wird dies automatisch passieren und sie brauchen sich nicht mehr so fest auf die Fussstallung zu achten.

Die Rückenschmerzen könnten auch von der Fehlbelastung der Füsse im kyBoot kommen. Wenn Sie seitlich abkippen gehen die Zugkräfte vom Fuss bis in den Rücken; je nach Vorgeschichte des Kunden (bei Ihnen Spondylolisthesis L5/S1) kann dies folglich die Beschwerden auslösen. 

Somit sollten sich die Rückenschmerzen beim Korrigieren der Fussstellung bessern.

Was kann ich gegen Schmerzen im Lendenbereich während längerem Stehen unternehmen?

Seit einem halben Jahr trage ich den kyBoot. Von Zeit zu Zeit habe ich Probleme mit dem Kreuz, vor allem bei längerem Stehen. Beim Gehen verschwinden die Schmerzen wieder. An was könnte das liegen und was kann ich dagegen tun?

Der Grund für Rückenschmerzen beim Stehen ist folgender:

Viele Leute neigen dazu, im Stehen eine passive Postition einzunehmen, welche nicht so viel Kraft benötigt. Dies bedeutet, dass sie das Becken nach vorne schieben und den Oberkörper nach hinten fallen lassen. Diese Haltung führt schon nach kurzem zu Schmerzen in der Lendenwirbelsäule, da das ganze Gewicht des Oberkörpers in der unteren Wirbelsäule aufgefangen werden muss.
Im kyBoot sind die tiefen Rückenmuskeln durch die instabile Sohle automatisch aktiviert und daher kommt es weniger vor, dass eine solche Haltung eingenommen wird. Hat jemand sehr bewegliche Gelenke und Bänder kann es sein, dass er auch beim Stehen im kyBoot in diese passive Haltung "fällt".

Hier einige Tipps, wie Sie den Schmerzen im Kreuz entgegenwirken können:

- Beim Auftreten der Lendenschmerzen sollten Sie ein paar Schritte gehen, damit sich die passive Position aufheben kann (kann auch an Ort sein).
Beim Gehen im kyBoot wird die Fussmuskulatur viel mehr aktiviert als beim Stehen, was die Körperhaltung aufrichtet und passiven Haltungen entgegenwirkt.

- Achten Sie auf Ihre Stehposition: Hängt der Oberkörper leicht nach hinten in ein Hohlkreuz? Sie können Ihre Haltung seitlich vor dem Spiegel überprüfen. Wenn ja: Kippen Sie das Becken ein wenig nach hinten und spannen Sie leicht die Bauchmuskeln an, als würden Sie einen Knopf bei einer engen Jeans zuknöpfen wollen. So nehmen Sie eine aktive und durch die Rumpfmuskeln gehaltene Position ein. Dies mag anfangs gewöhnungsbedürftig sein, doch nur so können Sie den Schmerzen beim Stehen entgegenwirken.

nach Bandscheiben und Ischiasoperation Rückenschmerzen im kyBoot aber nicht im Alltagsschuh

Rückenschmerzen sind eine komplexe Angelegenheit bei der sehr viele Faktoren eine Rolle spielen und können oft nicht allein durch das Tragen von kyBoot beseitigt werden.

Es ist also wichtig keine Wunder in kürzester Zeit zu erwarten. Der kyBoot bringt in den meisten Fällen eine Linderung der Schmerzen, da jeder Mensch aber individuell auf äussere Reize anspricht, kann ein kurzfristiger Erfolg nicht garantiert werden.

Das Spezielle bei den meisten Rückenbeschwerden ist, dass sie oft nicht aus einer traumatischen Verletzung resultieren, sondern durch Fehlbelastung und Überanspruchung der Strukturen sich über Jahre hinweg manifestiert haben.

Daher ist die Behandlung von Rückenschmerzen auch so ein langwieriger Prozess, der durchaus auch wellenförmig verlaufen kann. Das heisst es kann Phasen geben in denen die Schmerzen sich stark bessern aber anschliessend wieder etwas vermehrt auftreten. So kann sich eine Gesesung und Regeneration durchaus über 1-3 Jahr hinziehen.

Des Weiteren ist wichtig, wenn man lange am Tag im kyBoot steht, ab und zu die Muskeln in Rücken und Beinen zu lockern indem man z.B. ein wenig auf und ab wippt oder das Gewicht von Ferse zur Fussspitze verlagert.

Er darf auch nicht vergessen, dass der kyBoot ein Trainingsgerät ist und die Muskulatur ständig fordert. Irgendwann benötigt jeder Muskel eine Regenerationspause. Wenn die Schmerzen stärker werden, ist es Zeit für eine Verschnaufpause.

Wir empfehlen Ihnen ausserdem unbedingt unsere speziellen für kyBoot und kyBounder entwickelten Übungen durchzuführen. Sie beschleunigen die Anpassung des Körpers und die Regeneration.

http://www.kybun.ch/philosophie/kybun-uebungen/kyboot.html

www.kybun.ch/philosophie/kybun-uebungen/kybounder.html

Ist der kyBoot nach einer Rückenoperation zu empfehlen?

Vor drei Wochen habe ich ein Paar kyBoot Damenschuhe gekauft. Fünf Monate davor hatte ich eine Rückenoperation (Spinalkanal). Von Tag zu Tag verstärkten sich meine Rückenschmerzen (Auch bei nur 1 Stunde Tragedauer pro Tag). Nach einer Konsultation bei meinem Hausarzt, hat mir dieser abgeraten die Schuhe zu tragen. In meinem Falle sei der kyBoot kontraproduktiv. Was soll ich nun machen?

Generell kann man sagen, dass der kyBoot ein ideales Schuhwerk ist um den Rücken zu entlasten und gleichzeitig die tiefe, stabilisierende Muskulatur zu stärken. Besonders nach einem operativen Eingriff ist es wichtig die Muskulatur wieder aufzubauen, damit der Rücken langfristig in gutem Gesundheitszustand bleibt.

Nun ist es nicht ganz leicht, Ihre persönliche Situation einzustufen, da ich weder Ihre Vorgeschichte noch die aktuelle Situation nach der Operation kenne. Allgemein gilt jedoch: Lassen Sie sich für den Muskelaufbau Zeit. Das heisst, steigern Sie langsam die kyBoot Tragedauer. Eine Stunde am Stück, kann nach nur drei Wochen kyBoot Tragen und zusätzlicher Vorbelastung einer Operation bereits zu viel sein. Versuchen Sie einmal den kyBoot 20 Minuten am Stück zu tragen und dann wieder zu den normalen Schuhen zu wechseln. Wenn Sie dies mehrmals pro Tag praktizieren, ist das ein ideales Training für Ihren Rücken. So können Sie langsam die Tragedauer steigern, immer nur so weit, dass Sie keine Rückenschmerzen bekommen. Hören Sie also gut auf Ihren Körper! So angewendet, kann sich der kyBoot nur positiv auf Ihren Rücken auswirken!

Viele Ärzte kennen leider die kybun MechanoTherapie noch nicht und raten deshalb davon ab. Aber es gibt ebenso auch viele Ärzte und medizinische Fachpersonen, die den kyBoot ihren Patienten empfehleln. Auf unserer Homepage finden Sie Statements von Spezialisten.

Wie ist die Wirkung des kyBoot bei künstlichen Hüftgelenken?

Ich hatte diese Woche einen Kunden bei uns im Shop, der vor einigen Wochen einen kyBoot kaufte und sehr zufrieden ist damit. Seit August 2010 hat er zwei Ganz-Hüftprothesen aufgrund von Arthrose.
Unser Kunde möchte gerne eine medizinisch fachliche Auskunft über die Wirkung und Vorteile eines kyBoot, konkret in seinem Fall mit Totalhüftprothesen.


Ihr Kunde kann von den positiven Auswirkungen auf den Körper auf jeden Fall profitieren. Der kyBoot hat folgende Wirkung auf die Hüftgelenke:

- Er dämpft die Schläge auf die Gelenke ab. Dies ist angenehm und schonend für das Hüftgelenk, besonders nach einer Operation oder Schmerzen.
- Er stärkt die tiefe, stabilisierende Fussmuskulatur und deren Propriozeption. Dadurch wird beim Gehen wieder die Kraft und das Gleichgewicht der Füsse gebraucht und somit die Hüfte entlastet.
-Im kyBoot richtet sich der Körper durch das vermehrte Abrollen des Fusses auf, die Hüfte wird gestreckt und die Hüftgelenke somit axialer und dadurch schonend belastet.
- Nicht nur die tiefe, stabilisierende Fussmuskulatur sondern auch die stabilisierende Hüft-/Rumpfmuskulatur wird trainiert. Dies gibt der Hüfte mehr Stabilität, was wiederum das Gelenk stabilisiert und dadurch die Prothese schont.

Gleitwirbel/Rückeninstabilität

Ist es bei Gleitwirbel/Rückeninstabilität verboten, den kyBoot zu tragen?

Bei einem Kunden mit Gleitwirbel kann man nicht global sagen, ob der kyBoot geeignet oder ungeeignet ist. Es kommt auf die Ausprägung des Rückenschadens an und was er im Alltag machen darf oder wo er vorsichtig sein muss.
Da der kyBoot seine tiefe, stabilisierende Rückenmuskulatur trainiert, wäre dieser Schuh sinnvoll bei Rückeninstabilitäten wie z.B. Gleitwirbel. Eine Instabilität kann man nur durch Stabilitätstraining verbessern und diese Training bekommt er beim Gehen im kyBoot.
Wichtig ist, dass alle Kunden mit bestehenden gesundheitlichen Problemen, langsam mit dem kyBoot-Training beginnen. So kann sich der der Körper an das natürliche Abrollen im kyBoot gewöhnen und die Muskelkraft schonend aufbauen. Zu Beginn genügen oft 10 Minuten am Stück Gehen im kyBoot, dies dafür mehrmals am Tag.

Allgemein gilt, dass man den Körper nur so lange wie nötig schonen und so bald wie möglich schonend belasten sollte. Durch Schonung und Entlastung wird der Körper immer wie schwächer und anfälliger; die bestehenden Beschwerden nehmen langfristig zu.

Was kann ich gegen Schmerzen im Lendenbereich während längerem Stehen unternehmen?

Seit einem halben Jahr trage ich den kyBoot. Von Zeit zu Zeit habe ich Probleme mit dem Kreuz/Lumbalgie, vor allem bei längerem Stehen. Beim Gehen verschwinden die Schmerzen wieder. An was könnte das liegen und was kann ich dagegen tun?

Der Grund für Rückenschmerzen beim Stehen ist folgender:

Viele Leute neigen dazu, im Stehen eine passive Postition einzunehmen, welche nicht so viel Kraft benötigt. Dies bedeutet, dass sie das Becken nach vorne schieben und den Oberkörper nach hinten fallen lassen. Diese Haltung führt schon nach kurzem zu Schmerzen in der Lendenwirbelsäule, da das ganze Gewicht des Oberkörpers in der unteren Wirbelsäule aufgefangen werden muss.
Im kyBoot sind die tiefen Rückenmuskeln durch die instabile Sohle automatisch aktiviert und daher kommt es weniger vor, dass eine solche Haltung eingenommen wird. Hat jemand sehr bewegliche Gelenke und Bänder kann es sein, dass er auch beim Stehen im kyBoot in diese passive Haltung "fällt".

Hier einige Tipps, wie Sie den Schmerzen im Kreuz entgegenwirken können:

- Beim Auftreten der Lendenschmerzen sollten Sie ein paar Schritte gehen, damit sich die passive Position aufheben kann (kann auch an Ort sein).
Beim Gehen im kyBoot wird die Fussmuskulatur viel mehr aktiviert als beim Stehen, was die Körperhaltung aufrichtet und passiven Haltungen entgegenwirkt.

- Achten Sie auf Ihre Stehposition: Hängt der Oberkörper leicht nach hinten in ein Hohlkreuz? Sie können Ihre Haltung seitlich vor dem Spiegel überprüfen. Wenn ja: Kippen Sie das Becken ein wenig nach hinten und spannen Sie leicht die Bauchmuskeln an, als würden Sie einen Knopf bei einer engen Jeans zuknöpfen wollen. So nehmen Sie eine aktive und durch die Rumpfmuskeln gehaltene Position ein. Dies mag anfangs gewöhnungsbedürftig sein, doch nur so können Sie den Schmerzen beim Stehen entgegenwirken.

Ist der kyBoot nach einer Rückenoperation zu empfehlen?

Vor drei Wochen habe ich ein Paar kyBoot Damenschuhe gekauft. Fünf Monate davor hatte ich eine Rückenoperation (Spinalkanal). Von Tag zu Tag verstärkten sich meine Rückenschmerzen (Auch bei nur 1 Stunde Tragedauer pro Tag). Nach einer Konsultation bei meinem Hausarzt, hat mir dieser abgeraten die Schuhe zu tragen. In meinem Falle sei der kyBoot kontraproduktiv. Was soll ich nun machen?

Generell kann man sagen, dass der kyBoot ein ideales Schuhwerk ist um den Rücken zu entlasten und gleichzeitig die tiefe, stabilisierende Muskulatur zu stärken. Besonders nach einem operativen Eingriff ist es wichtig die Muskulatur wieder aufzubauen, damit der Rücken langfristig in gutem Gesundheitszustand bleibt.

Nun ist es nicht ganz leicht, Ihre persönliche Situation einzustufen, da ich weder Ihre Vorgeschichte noch die aktuelle Situation nach der Operation kenne. Allgemein gilt jedoch: Lassen Sie sich für den Muskelaufbau Zeit. Das heisst, steigern Sie langsam die kyBoot Tragedauer. Eine Stunde am Stück, kann nach nur drei Wochen kyBoot Tragen und zusätzlicher Vorbelastung einer Operation bereits zu viel sein. Versuchen Sie einmal den kyBoot 20 Minuten am Stück zu tragen und dann wieder zu den normalen Schuhen zu wechseln. Wenn Sie dies mehrmals pro Tag praktizieren, ist das ein ideales Training für Ihren Rücken. So können Sie langsam die Tragedauer steigern, immer nur so weit, dass Sie keine Rückenschmerzen bekommen. Hören Sie also gut auf Ihren Körper! So angewendet, kann sich der kyBoot nur positiv auf Ihren Rücken auswirken!

Viele Ärzte kennen leider die kybun MechanoTherapie noch nicht und raten deshalb davon ab. Aber es gibt ebenso auch viele Ärzte und medizinische Fachpersonen, die den kyBoot ihren Patienten empfehleln. Auf unserer Homepage finden Sie Statements von Spezialisten.

Kann man den kyBoot bei Rückenschmerzen mit Einlagen tragen?

Meine Mutter, 60-jährig, interessiert sich für den kyBoot. Infolge von Abnützungen im Fuss (Rist) trägt sie bereits seit über zehn Jahren Schuheinlagen. Sie hat auch mit Rückenbeschwerden zu kämpfen. Nun ist sie nicht sicher, ob die kyBoot Schuhe für sie geeignet sind, da sie schon seit Jahren die Einlagen trägt. Würden Sie Ihr diese empfehlen?

Ich kann Ihrer Mutter die kyBoot Schuhe sehr empfehlen. Der kyBoot richtet den Körper von unten her auf. Dies bedeutet, dass die Füsse im kyBoot 360 Grad Bewegungsfreiheit haben und dadurch wieder gekräftigt werden. Kräftige Füsse entlasten wiederum die oberen Gelenke wie Knie, Hüfte und Rücken. Bei vorbestehenden Fussproblemen oder langjährigem Tragen von Einlagen ist es jedoch wichtig, dass der kyBoot nicht zu lange am Stück getragen wird. Ein dauerndes Tragen vom kyBoot wäre am Anfang (in den ersten Wochen/Monaten), nach jahrelangem Einlagentragen, eine Überforderung des Körpers. Beginnen Sie mit einer halben Stunde am Stück, mehrmals täglich, und steigern Sie langsam die Tragedauer. Die Fussmuskulatur braucht aber drei bis vier Monate, bei regelmässigem Training, bis sie genügend kräftig ist um mehrere Stunden am Stück im kyBoot zu gehen.
Sie kann die normalen Schuhe mit Einlagen als Entlastung zwischendurch tragen, in den kyBoot-Pausen. Ich rate Ihr, den kyBoot ohne Einlagen zu tragen, als aktives Stabilisationstraining des Fusses. Einlagen sind eine passive Stütze für den Fuss, und verbessern längerfristig die Fusssituation keineswegs. Wenn irgendwie möglich, diese Einlagen nicht konstant tragen. Hören Sie am besten auf Ihren Körper, der sagt Ihnen was gut tut, und wann er eine Pause braucht.

Soll ich den kyBoot bei einer Bursitis am Hüftgelenk tragen?

Ich trage den kyBoot seit etwa 1 Jahr. Anfangs ging es mir damit recht gut, bis auf einen leichten Muskelkater. Nun habe ich seit zirka drei Monaten schwere Hüftgelenkschmerzen bis hin zu einer Bursitis am rechten Hüftgelenk und starken Rückenschmerzen im unteren Lendenwirbelbereich.  Zur Zeit kann ich den Schuh kaum eine Stunde tragen, ohne nach einigen Stunden starke Schmerzen in den Beinen, Hüftgelenken und im Rücken zu verspüren.

Bei akuten Schmerzen ist es immer das Beste, dem Körper vorerst Zeit zur Regeneration zu geben. Das heisst, ihn nicht noch zusätzlich zu den Schmerzen zu fordern. Somit haben Sie richtig reagiert und die kyBoot Tragdauer vorerst reduziert. Nach Ihrer Schilderung rate ich Ihnen sogar die Tragdauer noch mehr zurücknehmen. Ich denke, eine halbe Stunde ist vorerst genug. Je nach dem, ist es sogar sinnvoll eine 1 - 2-wöchige kyBoot Pause einzulegen und danach langsam wieder einzusteigen. Der kyBoot soll in Ihrer jetzigen Situation die Regeneration unterstützen und nicht zusätzliche Schmerzen auslösen! Hören Sie auf Ihren Körper und machen Sie eine kyBoot Pause, bevor Ihre Schmerzen sich verschlimmern.
Da der kyBoot eine weich-elastische Sohle hat, gibt er dem Fuss die Möglichkeit sich in alle Richtungen zu bewegen. Dadurch wird der Fuss beweglicher und kräftiger. Dies hat ein positiver Effekt auf die Gelenke oberhalb des Fusses, wie zum Beispiel das Hüftgelenk oder der Rücken. Durch mehr Fusseinsatz werden diese Gelenke geschont und gleichzeitig dessen tiefe, stabilisierende Muskulatur  gestärkt.
Aber genau dieses Training kann bei akuten Schmerzen, für den Körper zu viel sein. Sobald die Schmerzen in Rücken und Hüfte wieder in einem, für Sie normalen, Masse sind, rate ich Ihnen sehr, die kyBoots wieder zu tragen. Wichtig ist aber, dass Sie die Tragdauer langsam steigern! Gerade bei Skoliose


Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: Annemarie R.
Wie wirken kyBoot und kyBounder bei Wirbelbruch/Wirbelkörper-Fraktur

Ich hatte vor kurzem einen Unfall und habe mir dabei einen Lendenwirbel gebrochen. Können mir der kyBounder und der kyBoot helfen, meine damit verbundenen Rückenschmerzen loszuwerden?

Im kyBoot gehend, sowie auf dem kyBounder stehend, wird automatisch die tiefe, stabilisierende Rückenmuskulatur schonend gestärkt. Dadurch wird Ihr Rücken stabiler und die Beschwerden aufgrund des Unfalls sollten langsam abnehmen.

Durch die aufrechtere Haltung, welche man auf dem kyBounder und in den kyBoot einnimmt, werden die Bandscheiben und Wirbelknochen achsengerecht belastet und bleiben gesund und stabil. Durch das vermehrte Abrollen des Fusses wird der Rücken zusätzlich entlastet. Die Fussmuskulatur wird stärker gebraucht und die Füsse können die Schläge beim Gehen abdämpfen.

Wichtig ist, dass die Tragedauer langsam gesteigert wird. Am Anfang reichen 10-20 Minuten, dafür mehrmals täglich. So kann sich der Rücken langsam an die neue Haltung und an das neue Gefühl beim Gehen gewöhnen. Wenn der Rücken ermüdet, ist es Zeit für eine kyBoot-Pause.



 


Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: Gerhard K.
Gleitwirbel/Rückeninstabilität

Ist es bei Gleitwirbel/Rückeninstabilität verboten, den kyBoot zu tragen?

Bei einem Kunden mit Gleitwirbel kann man nicht global sagen, ob der kyBoot geeignet oder ungeeignet ist. Es kommt auf die Ausprägung des Rückenschadens an und was er im Alltag machen darf oder wo er vorsichtig sein muss.
Da der kyBoot seine tiefe, stabilisierende Rückenmuskulatur trainiert, wäre dieser Schuh sinnvoll bei Rückeninstabilitäten wie z.B. Gleitwirbel. Eine Instabilität kann man nur durch Stabilitätstraining verbessern und diese Training bekommt er beim Gehen im kyBoot.
Wichtig ist, dass alle Kunden mit bestehenden gesundheitlichen Problemen, langsam mit dem kyBoot-Training beginnen. So kann sich der der Körper an das natürliche Abrollen im kyBoot gewöhnen und die Muskelkraft schonend aufbauen. Zu Beginn genügen oft 10 Minuten am Stück Gehen im kyBoot, dies dafür mehrmals am Tag.

Allgemein gilt, dass man den Körper nur so lange wie nötig schonen und so bald wie möglich schonend belasten sollte. Durch Schonung und Entlastung wird der Körper immer wie schwächer und anfälliger; die bestehenden Beschwerden nehmen langfristig zu.

Können die kyBoots bei einer stärkeren Skoliose helfen?

Bei Skoliose ist besonders wichtig, dass Verspannungen in der tiefen sowie oberflächlichen Rückenmuskulatur gelöst werden, weil diese den Druck auf die Wirbelsäule ständig erhöhen und sie seitlich noch mehr "stauchen". Der kyBoot kann Verspannungen durch das Gehen lösen. Man spürt diesen Effekt schon nach 5 Minuten Gehen im kyBoot. Er hilft aber auch langfristig wegen des aktiven Gehens.

Durch das natürliche Abrollen der Füsse auf der weich-elastischen kyBoot-Sohle wird der Körper automatisch aufgerichtet, das heisst, die Wirbelsäule wird vermehrt gestreckt und dadurch entlastet.

Wenn die Rückenmuskulatur entspannter ist und die Wirbelsäule aufrechter, wird die stabilisierende Rücken-Muskulatur automatisch trainiert, was wiederum der Skoliose entgegenwirkt. Symptome wie Schmerzen nehmen ab und die Skoliose kann so selbständig, täglich therapiert werden. 

Ich rate, den kyBoot an einer Verkaufsstelle 5-10 Minuten zu tragen. Es ist zu beachten, im kyBoot zu Gehen und nicht lange zu Stehen.


Ansprechpartner: Karl Müller
Wieso hat meine Kundin im kyBoot Rückenschmerzen, obwohl sie noch nie zuvor Rückenschmerzen hatte?

Ich habe einer Kundin vor drei Monaten einen kyBoot verkauft. Seit sie ihn trägt, hat sie Rückenprobleme, und das, obwohl sie vorher nie Probleme mit dem Rücken hatte. Ich habe ihr geraten, den kyBoot nur stundenweise zu tragen, um sich langsam daran gewöhnen zu können. Diese Anweisung hat sie befolgt, doch leider hat das nichts gebracht.

Schon mehrmals habe ich Kunden betreut, welche beim Tragen des kyBoot anfangs mit Rückenproblemen kämpfen mussten. Dies kann auch bei Personen auftreten, welche zuvor nie Schmerzen im Rücken hatten. Die Rückenschmerzen beim Tragen des kyBoot sind ein Zeichen dafür, dass der Rücken überfordert ist. Wäre der Rücken in einem guten und trainierten Zustand, würden beim Gehen auf einer weichen Sohle oder auf einem Naturboden keine Schmerzen entstehen. 

Ich vermute im Fall von Ihrer Kundin, dass sie entweder über eine schwache Rückenmuskulatur verfügt, oder im Allgemeinen sehr bewegliche Gelenke und Bänder hat. In beiden Fällen ist Ihre Kundin nicht im Stande, den Rücken genügend zu stabilisieren. Diese Rückenschmerzen tauchen in ihren normalen Schuhen darum nicht auf, weil sie sich wahrscheinlich schon über Jahre an diesen Zustand gewöhnt hat. Im kyBoot hingegen steht sie auf einer instabilen Sohle, wo ihre Schwäche zum Vorschein kommt. 

Es könnte aber auch sein, dass Sie im Alltag den Rücken überlastet, zum Beispiel durch starke körperliche Arbeit oder intensiven Sport. Auch unter diesen Umständen wäre der kyBoot sinnvoll, da der Rücken schonend bewegt und traniert wird und die Schläge zusätzlich abgedämpft werden.

Der kyBoot ist ein ideales Training für Ihre Kundin, denn so kann sie die tiefe, stabilisierende Rumpfmuskulatur stärken. Es ist wichtig, dass sie die Wirkungsweise des kyBoot versteht und sich bewusst wird, warum anfangs im kyBoot Schmerzen aufgetreten sind.

Zudem sollte Ihre Kundin die Tragedauer des kyBoot nochmals verkürzen. Zu Beginn reichen oft 10 bis 20 Minuten, dafür mehrmals täglich. Bei Ermüdung oder Eintreten der Schmerzen sollte eine kyBoot Pause eingelegt werden. Die Grenzen des eigenen Körpers wahrzunehmen ist von grosser Bedeutung. Das Gehen im kyBoot ist ein intensives Training, welches nicht unterschätzt werden sollte. Da wir im Alltag kaum mehr über unsere Füsse abrollen, sind sie untrainiert und benötigen ein paar Tage bis Monate (je nach Kunde), bis sie genügend kräftig sind, um auf dem weich-elastischen Untergrund problemlos über Stunden gehen zu können.

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