Kontraindikation, Abraten des Arztes

kyBoot sind nicht nur sehr bequeme Alltagsschuhe, sondern zusätzlich Fitnessgerät und Variante zur Ergänzung konventioneller Physiotherapie.
Das bedingt zum einen eine professionelle, ausführliche Einführung in der Anwendung der kybun-Produkte, zum anderen bieten die kybun Produkte ein grosses Potential in der Prävention und Behandlung verschiedenster Krankheitsbilder.
Es gibt jedoch auch Krankheitsbilder bei denen sich die Eigenschaften der kybun-Produkte mehr oder weniger stark kontraproduktiv auswirken können und daher gar nicht oder, besonders anfangs, nur in kleine Dosen angewendet werden sollten.
Diese Krankheitsbilder nennt man Kontraindikationen.

Definition

Die Kontraindikation (lat. contra „gegen“ und indicare „anzeigen“) oder Gegenanzeige ist ein Umstand, der die Anwendung eines diagnostischen oder therapeutischen Verfahrens bei an sich gegebener Indikation in jedem Fall verbietet oder nur unter strenger Abwägung sich dadurch ergebender Risiken zulässt.

Eine absolute Kontraindikation verbietet die Massnahme vollständig. Aufgrund des medizinischen Zustandes des Patienten ist kybun nicht erlaubt. Oft wird aus einer absoluten Kontraindikation später eine realtive Kontraindikation oder sie wird ganz aufgehoben.

Eine relative Kontraindikation spricht gegen die Massnahme, lässt sie aber zu, wenn sie im konkreten Einzelfall hilfreich ist. Sprich, der Nutzen ist spürbar/ ersichtlich und eine eventuelle negative Erstreaktion zu vernachlässigen. Der Patient soll selbst für sich entscheiden, ob ihm kybun eine Erleichterung bringt oder ob das Training (noch) zu intensiv ist.

Bekannte Kontraindikationen für kybun

Absolute Kontraindikationen:

  • Akute Verletzung: Wenn eine Entlastung des Gelenks vom Arzt verordnet wurde (Gehstöcke). Ebenfalls, wenn verstärkte Schmerzen im verletzten Gebiet mit kybun auftreten. Dann ist die Therapie/ das Training im kyBoot/ auf dem kyBounder noch zu intensiv für den Körper.
  • Verbot vom Arzt: Wenn der Arzt aufgrund des medizinischen Hintergrunds des Patienten den kyBoot/ kyBounder verbietet. Dies ist meistens der Fall, wenn der Patient den Fuss oder ein anderes Gelenk ruhigstellen muss, damit die Verletzung heilen kann.

Relative Kontraindikationen:

  • Akute Entzündung: Wenn ein Gelenk, eine Sehne oder ein Muskel akut entzündet ist, kann kybun vorübergehend ein zu intensives Training bieten. In diesem Fall macht es Sinn, die Dosierung vorsichtig zu wählen oder sogar eine kybun-Pause einzulegen bis die akute Entzündung  (3-14 Tage) verschwunden ist. Weniger ist in diesem Fall mehr! 
  • Neurologische Erkrankung: Wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist und starke neurologische, motorische oder sensible  Ausfälle vorhanden sind. Wichtig ist, dass der Betroffene kybun in Ruhe testet und am eigenen Körper spürt, wie kybun wirkt und ob es in seinem Fall den Körper positiv fordert oder überfordert. Mehr Infos unter "Neurologische Erkrankungen".
  • Akut entzündete Vorfussverletzung (z.B. Hallux Valgus/ Hallux Rigidus): Meistens hilft hier die Dosierung anzupassen, damit das Gelenk nicht zu stark mobilisiert wird (vor allem anfangs). Mehr Infos unter "Vorfussschmerzen" und "Grosszehen Arthrose"
  • Morton Neurom: Wie oben: Meistens hilft die Anpassung der Dosierung oder eine steifere Einlegesohle im Vorfussbereich, damit das Quergewölbe besser gestützt wird und nicht mehr in eine „Überdehnung“ gerät. Mehr Infos unter "Metatarsalgie"
  • Schwindel: Bei starkem Schwindel kann die Sturzgefahr im kyBoot vergrössert werden. Lassen Sie sich Zeit beim Testen! Probieren Sie auch den kyBounder, da können Sie die Dicke wählen und sich, bei Bedarf, an einem festen Gegenstand festhalten. Mehr Infos unter "Schwindel"

Abraten Arzt oder medizinische Fachperson

Die Meinung von Ärzten oder anderen medizinische Fachpersonen sollte man nicht verallgemeinern. Denn, eine Meinung eines Arztes hängt stark von seinem Spezialgebiet, den Weiterbildungen, der Berufserfahrung und seiner persönlichen Meinung ab.
Auf unserer Webseite können Sie weitere Meinungen von Ärzten lesen:
http://www.kybun.ch/meinungen/select/aerzte.html

Da wir jeweils nicht die detaillierte Krankengeschichte der Kunden kennen,  können wir die Gründe des Abratens  eines Arztes oder Therapeuten nicht vollständig nachvollziehen.

Grundsätzlich können wir jedoch sagen, dass wir sehr positive Erfahrungen mit dem kyBoot und kyBounder bei  verschiedenen Krankheitsbilder wie zum Beispiel Arthrose (Hallux valgus, Kniearthrose…), Fussfehlstellungen (Knicksenkfuss, Spreizfuss…) oder auch Fersensporn  machen.
Mehr Infos zu Gesundheit finden Sie auf unserer Webseite: http://www.kybun.ch/ratgeber/gesundheit.html

Wir raten jedem, den kyBoot/ kyBounder persönlich in einem kybun Fachgeschäft zu testen und dadurch selbst am eigenen Körper zu erleben, wie kybun wirkt.  Lassen Sie sich von einer kybun Fachperson beraten und betreuen!  Bleiben Sie mit den Fachleuten im Dialog und falls später Unsicherheiten oder Fragen aufkommen, ist es wichtig, diese mit den kybun Fachleuten vor Ort zu besprechen.

kybun Wirkungsprinzip – Proaktiv handeln

Die weich-elastische kyBoot-Sohle mag anfangs etwas gewöhnungsbedürftig sein, man wird sich aber bald an das neue Steh- und Gehgefühl gewöhnen. Lassen Sie sich im kybun Fachgeschäft beraten und nehmen Sie sich Zeit, den kyBoot/ kyBounder anzuprobieren und selbst die Wirkung auf Ihren Körper zu erfahren.

Auf der kyBoot-Sohle werden die Füsse sowie der gesamte Körper trainiert: Die Muskulatur wird gestärkt, die Beweglichkeit verbessert und die Sensibilität der Füsse stimuliert. Dadurch werden Fussfehlstellungen aktiv therapiert und die Koordination bzw. das Gleichgewicht der Füssen wird trainiert.

Die Füsse sind das Fundament des Körpers. Einen Grossteil der Kräfte, die z.B. beim Gehen auf den Körper wirken, sollten von den Füssen abfangen werden. Nur gesunde Füsse sind dafür in der Lage und können dadurch auch die weiter oben liegenden Gelenke (Knie, Hüfte, Rücken u.s.w.) entlasten.

Erstreaktionen

Spezifische Erstreaktionen bei bestehenden Krankheiten oder Verletzungen:

Das Gehen im kyBoot/ Stehen auf dem kyBounder fordert den Körper neu heraus, der Körper muss sich erst an das natürliche Abrollen gewöhnen. Daher können Anfangs Erstreaktionen (z.B. starke Ermüdung, Schmerzen) auftreten. Befolgen Sie in diesem Fall die Tipps unter "Anwendungstipps".

 

Für allgemeine Erstreaktionen bei kyBounder und kyBoot Neueinsteigern, klicken Sie hier: Erstreaktionen 

kybun-Übungen

Für Informationen zu den kyBoot Spezialübungen und den kyBounder Grundübungen klicken Sie bitte hier: kybun Übungen

Anwendungstipps

Am Anfang ist es wichtig, dass Sie im kyBoot auf eine korrekte Fussposition achten. Dies bedeutet, dass der Fuss gerade auf der kyBoot Sohle stehen sollte und weder nach innen oder aussen abknickt. Wenn die Füsse im kyBoot nach innen oder aussen knicken, ist das kein Fehler des kyBoot, sondern eine Schwäche des Fusses die durch Training langsam abgebaut werden muss. Sie merken sofort, wenn Sie Ihre Füsse einseitig belasten, denn die Sohle gibt an der betreffenden Stelle stark nach.

Versuchen Sie sich auf die Fussstellung zu konzentrieren und ein seitliches Abkippen zu korrigieren, dadurch kräftigen Sie Ihre Fussmuskulatur und werden mit der Zeit nicht mehr seitlich kippen. Beachten Sie, dass sich Ihr Körper nicht verkrampft.

Achten Sie sich, dass Sie keine allzulangen Schritte machen, dadurch ist es einfacher, den Fuss über der kyBoot-Sohle zu stabilisieren, und die Tendenz zum seitlichen Abkippen nimmt ab.

Wenn ein Aufrechtes Gehen im kyBoot nicht mehr möglich ist, oder wenn Sie bemerken, "neben dem Schuh zu stehen" und dies nicht mehr korrigieren können, ist dies ein Zeichen, dass der Körper ermüdet und Sie eine kurze kyBoot-Pause einlegen sollten.

Steigern Sie die Tragdauer langsam nach Gutdünken, bis Ihre Füsse genügend Kraft und Koordination haben im kyBoot über mehrere Stunden am Stück zu Gehen. Bei manchen Leuten ist dies bereits nach wenigen Tagen möglich, andere brauchen länger, das ist sehr individuell.
Der kyBoot ist ein Trainingsgerät und kann später, muss aber nicht, zu einem Alltagsschuh werden.

Bei schwacher Fussmuskulatur oder bestehender Verletzung/ Erkrankung kann es beim ersten kyBoot Sinn machen, ein Modell mit Sohle der 2. Generation zu erwerben. Diese Sohle ist etwas stabiler im Mittelfussbereich. (Bitte fragen Sie Ihren kyBoot Händer für mehr Informationen)

Probieren Sie verschieden kyBoot-Modelle, einige höher geschnittene Modelle verleihen mehr Stabilität.

Wenn Sie sich im kyBoot gehend trotzdem zu unsicher fühlen, raten wir Ihnen zum kyBounder. Die kyBounder sind in 3 unterschiedlichen Dicken erhältlich; dadurch können Sie die Dicke wählen, wo es Ihnen am wohlsten ist (je dicker-desto instabiler-desto intensiver das Training).
Zusätzlich haben Sie auf dem kyBounder die Möglichkeit, falls Sie zusätzlichen Halt benötigen, sich an einem festen Gegenstand festzuhalten.

Meinungen/Kundenaussagen

Während der Beratung spürte ich, dass ich zum ersten Mal einen Schuh trage, der nicht drückt. Ich entschied mich dann einen zu kaufen. Als ich mit meinem Orthopäde ins Gespräch kam, war er sehr skeptisch und meinte, dass viele vom kyBoot Schuh enttäuscht zu ihm zurück kämen und über noch mehr Schmerzen klagen. Ich habe diese Warnung ernst genommen und mich gefragt, was dahinter steckt. Wenn es einem wieder besser geht, dann hat man die Tendenz, es zu übertreiben. Ich dachte, dies ist wahrscheinlich der Fehler. Wenn man über eine längere Zeit Einlagen trägt, dann ist die Fussmuskulatur lahm. Ich habe dann begonnen, den kyBoot und die Einlageschuhe im Wechsel anzuziehen und die Belastung langsam gesteigert. Ich spürte, wie mein ganzer Körper durchtrainiert wird. Heute bin ich ein Tag die Woche mit Hunden unterwegs und kann bis zu fünfeinhalb Stunden gehen. Das geht bereits, obwohl ich den kyBoot erst seit kurzem trage. Am Ende des Tages spüre ich meine Füsse, aber am nächsten Tag ist es wieder okay. 

Erfahrungen/Weitere Fragen zu Kontraindikationen, Abraten eines Arzt

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Orthopädische Einlagen vs. kyBoot

Eine Weichbetteinlage kommt immer dann zum Einsatz, wenn die Fussdruckverteilung so ungleichmässig auf der Fusssohle ist, dass es zu Überlastungsreaktionen(z.B. Druckstellen) und Entzündungen kommt. Die Weichbetteinlage hilft den Druck auf eine grössere Fläche zu verteilen und somit den punktuellen Druck zu verringern.

Genau diese Funktion erfüllt der kyBoot auch. Seine weich-elastische Innensohle ermöglicht es dem Fuss so weit einzusinken, dass sich der Fussdruck gleichmässig über die gesamte Fussohle verteilt.

Beim kyBoot kommen aber im Gegensatz zur Weichbettsohle noch viele positive Eigenschaften mehr hinzu. Die weich-elastische Sohle sorgt für einen sehr angenehmen Laufkomfort und schützt die Gelenke durch die überragende Dämpfung vor schädlichen Stössen.

 

Hinzu kommt noch der entscheidende Unterschied zwischen kyBoot und Weichbetteinlage. Die Elastizität der kyBoot Sohle erzeugt eine Instabilität, die den Fuss dazu zwingt die kleinen, feinen Muskeln der Füsse und Beine, die für die Stabilität des Menschen massgeblich mitverantwortlich sind zu aktivieren und dadurch langfristig merklich zu kräftigen. Dadurch verringert sich der Gelenkverschleiss und die Sturzgefahr sinkt.

 

Ich würde Ihrer Kundin in jedem Fall raten den kyBoot zu probieren und sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen. Schlussendlich reagiert jeder Mensch anders und man sollte immer das tun was sich für den eigenen Körper am besten anfühlt.

Was sind die Hauptvorteile vom kyBoot?

  • "walk on air" macht Riesenspass und wirkt entspannend
  • Schont die Gelenke
  • Entspannt die Rückenmuskulatur
  • Trainiert die Fuss-, Bein- und Rumpfmuskulatur
  • Aktiviert die Venenpumpe

Kontraindikationen/kyBoot nicht geeignet

Kontraindikationen für den kyBoot sind:
- Postoperativ, wenn Vollbelastung noch nicht vom Arzt erlaubt ist.
- Gewisse neurologische Erkrankungen/Symptome:
Wenn es dem Kunden nicht mehr möglich ist, die Fussstellung bewusst zu steuern (vorhandene Lähmungen, Sensibilitätsausfälle) und der kyBoot folglich zu instabil ist. Dies ist von Fall zu Fall neu zu beurteilen, sprich der Betroffene macht im kyBoot eine Gehrunde und gibt ein Feedback. Der Verkäufer beobachtet den Kunden, gib Tipps und schaut, ob der Kunden dies umsetzen kann.

Verweichlicht der Körper nicht durch das weiche Auftreten?

Gibt es schon Erfahrungen, wie die Füsse beim Barfusslaufen reagieren, wenn man dauernd mit dem weichen kyBoot läuft? - Was hat es für einen Einfluss auf den Gang, wenn auf den weichen Untergrund wieder der "harte" Untergrund folgt?

Unser Körper wurde nicht für harte Böden geschaffen. Weil wir aber heute praktisch nur noch auf hartem Boden oder in harten Schuhen gehen, ergeben sich Probleme am Bewegungsapparat wie: Hallux Valgus, Fersensporn, Kniearthrose, Rückenprobleme usw. Naturvölker, wie beispielsweise die Massai, kennen solche Gelenk- und Muskelprobleme nicht.

Wenn wir nun wieder zurück zu einem weich-elastischen Untergrund wechseln, ist das nichts Neues für den Körper. Er kennt das bereits von früher. Deshalb reagiert er sehr schnell mit einer besser aufgerichteten Körperhaltung und weniger Beschwerden in anderen Gelenken. Bei regelmässigem Training im kyBoot oder auf dem kyBounder, wird auch die abgeschwächte, tiefe, stabilisierende Muskulatur wieder gekräftigt, und somit langfristig der Bewegungsapparat geschont.

Wir empfehlen, den kyBoot so oft wie möglich zu tragen. Dies wirkt dann wie ein Training über mehrere Stunden auf den Körper. Um bei Fussinstabilität Erfolg zu haben, braucht es intensives Fusstraining über Stunden. Da viele Gelenkprobleme bei den Füssen beginnen, ist ein solches Fusstraining unumgänglich.

Wenn man wieder auf die herkömmlichen, harten Schuhe wechselt ist das für den Körper kein Problem. Im Gegenteil, durch die trainierte, tiefe Muskulatur ist er besser auf die Schläge vorbereitet. Beim Wechseln wird einem bewusst, welche Schläge auf den Körper wirken. Man beginnt automatisch die Gelenke zu stabilisieren. Jeder kyBoot Träger läuft zwischendurch mal auf hartem Untergrund, z.B. in der Wohnung, im Schwimmbad usw. Somit hat der Körper auch immer wieder Inputs von Schlägen.


Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: M.Brütsch

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