Grosszehen-Arthrose/Hallux Rigidus/Hallux Valgus

Bei Arthrose im Grosszehengelenk ist es wichtig, dass das Gelenk möglichst beweglich bleibt, damit der Fuss beim Gehen weiterhin über die Grosszehe abrollen kann und der Betroffene nicht hinkt.

Der kyBoot und der kyBounder helfen die Grosszehe beweglich zu halten oder die Beweglichkeit zu verbessern. Somit wird ein natürliches Gangbild aufrechterhalten und die darüber liegenden Gelenke (wie Knie, Hüfte, Rücken) geschont.

Definition

Hallux valgus (deutsch Schiefzehe) ist der medizinische Fachausdruck für den krankhaften Schiefstand der grossen Zehe, die dabei im Grosszehen-Grundgelenk zum Fussaussenrand hin abweicht.

Ursache ist in der Regel eine Abweichung des ersten Mittelfussknochen Richtung Fussinnenrand. Gleichzeitig kann auch ein Verschleiss des Grosszehen-Grundgelenks vorliegen, ein Hallux rigidus.

Ursachen

Neben einer erblichen Veranlagung werden zwei Ursachen für den Hallux valgus gesehen:

  • Spreizfuss: Durch das Einsinken des vorderen Quergewölbes beim Spreizfuss kommt es zu einer Verbreiterung des Ballenbereichs, einer anderen Winkelstellung und somit auch zu einer schiefen Stellung vornehmlich in der ersten Zehe.
  • Falsches Schuhwerk: Durch interkulturelle Vergleiche belegt, ist die Hauptursache des Hallux valgus eindeutig im jahrelangen Tragen von falscher Fussbekleidung zu sehen. Der natürliche und gesunde Normalfuss weist eine leichte Spreizung der Zehen zueinander auf – eine Tatsache, die heute nur noch in wenigen Kulturen verbreitet ist.

In den Bevölkerungen, die Schuhwerk westlicher Prägung tragen, ist hingegen das dichte Beieinanderliegen der Zehen üblich. Somit hat sich die natürliche strahlengerade Lagerung in eine nur noch zehengerade Lagerung gewandelt. Untersuchungen belegen, dass hierfür schon das über Jahre hinweg regelmässige Tragen von Strümpfen, die ja die Zehen leicht aneinander drücken, ausreicht. Beschleunigt wird dies durch Tragen von zu engen oder zu kurzen Strümpfen.

Die überwiegend getragenen Schuhe weisen eine Brandsohlengrundform auf, die nicht dem Umriss der natürlichen Fusssohle entspricht. Dadurch werden die Zehen aus ihrer angestammten Lage gedrängt, was auf Dauer zu einer bleibenden Verformung führt. Im fortgeschrittenen Stadium macht sich das dann zunächst durch die Schiefstellung der Grosszehe (Hallux valgus) bemerkbar. Diese Schiefstellung schreitet weiter fort, betrifft nach und nach auch die anderen Randzehen und kann bei der Grosszehe zu einer nahezu rechtwinklig nach aussen zeigenden, die benachbarten Zehen überkreuzenden Längsachse führen.

Stärkere Ausprägungen des Hallux valgus betreffen in erster Linie Frauen. Das rührt einerseits vom schwächeren Bindegewebe der Frau her, aber vor allem durch Damenschuhformen, die diese Fehlentwicklung stärker begünstigen, als die üblichen Herrenschuhe dies bei Männerfüssen verursachen. Drei Faktoren des Schuhwerks sind massgeblich:

  • die Absatzhöhe

Durch einen höheren Absatz (mehr als drei bis vier Zentimeter) tritt ein verstärkter Druck im Vorfussbereich auf. Das begünstigt einerseits die Spreizfussbildung, und andererseits werden dadurch die Zehen in die Schuhspitze gepresst.

  • zu enge Schuhspitzen

Die Schuhspitzen sind häufig zu eng, um den Zehen den notwendigen Freiraum vor allem zur Seite, aber auch nach oben gewähren zu können. Dadurch werden diese in eine Fehlstellung gezwungen, die im Laufe der Zeit zu einer bleibenden Fehlstellung in den Fussgelenken führt. Viele Frauen haben von oben betrachtet dreieckig geformte Vorfüsse, die sich exakt in die spitz zulaufenden Schuhvorderkappen einfügen.

  • zu kurze Schuhe

Sind die Schuhe zu kurz, werden die Zehen ebenfalls aus ihrer natürlichen Lage gedrängt, was nicht nur den Hallux valgus fördert, sondern auch zu Hammer- und Krallenzehen führt.

Langzeitfolgen

Tatsache ist, dass Gelenke sich immer mehr versteifen, wenn sie nicht bewegt werden. Eine Verschlechterung der Gelenkmobilität kann bei bereits eingesetzter Arthrose sehr schnell gehen. Der Betroffene kann durch die Folgen der Zehen-Arthrose beim Gehen nicht mehr über die Grosszehe abrollen und weicht aus. Er entwickelt unterbewusst einen Hinkmechanismus und überlastet dadurch andere, darüber liegende Gelenke wie z.B. die Knie.

Um dies zu verhindern, setzen wir uns für die Mobilisation der Füsse ein, aber in nur so kleinen Schritten, dass keine Entzündung entsteht (Dosierung muss individuell gefunden werden).

Konventionelle Therapie

  • Physiotherapie: U.a. aktive und passive Bewegungstherapie
  • Vermeidung von fussschädigendem Schuhwerk
  • viel barfuss gehen
  • orthopädische Schuheinlagen
  • Nachtschiene zur Korrektur der Fehlstellung im Grosszehengrundgelenk

kybun Wirkungsprinzip – Proaktiv handeln

  • Die weich-elastische Sohle dämpft die Schläge vom harten Boden, somit wird das Gelenk schonend belastet.
  • Auf der weich-elastischen Sohle kann sich, der von Natur aus sehr beweglich konstruierte Fuss, dreidimensional, natürlich bewegen. Dadurch werden die Gelenke schonend mobilisiert und die Fussmuskulatur koordinativ trainiert.
  • Beim Gehen und Abrollen/Abstossen über die Grosszehe wird das Grosszehengrundgelenk mobilisiert, Bewegungseinschränkungen werden verbessert. Dadurch nehmen Schmerzen ab und der Betroffene hinkt weniger.

Erstreaktionen

Spezifische Erstreaktionen bei Grosszehenarthrose/ Hallux valgus/ Hallux rigidus:

Wenn die Beweglichkeit Ihres Grosszehengrundgelenk stärker eingeschränkt ist, kann es sein, dass Sie anfangs beim Abrollen im kyBoot schmerzen im Gelenk bekommen. Das ist normal; solange diese Schmerzen gut aushaltbar sind, müssen Sie nichts am kybun-Training verändern (ansonsten finden Sie Anpassungsmöglichkeiten unter "Anwendungstipps"). Auf diese Weise mobilisieren Sie das steife Zehengelenk (ähnlich wie in der Physiotherapie auch Schmerzen beim Mobilisieren entstehen können). Diese Schmerzen sollten zurückgehen, sobald sich die Beweglichkeit des Gelenks verbessert. Mehr Infos finden Sie unter Anwendungstipps!

Allgemein kann man sagen, dass sogenannte „Erstreaktionen“ im kyBoot auch auftreten können, wenn Sie zuvor noch keine „Hallux valgus-Symptome“ hatten. Trotzdem wird Ihre Grosszehe bereits Bewegungseinschränkungen oder andere Schwächen gehabt haben, welche aber in den „normalen Schuhen“ nicht zum Vorschein kamen.

Das Abstossen über die Grosszehe ist für viele ungewohnt und daher anfangs unangenehm oder schmerzhaft. In den „normalen“ Schuhen mit den steifen Sohlen weicht man meistens über die Fuss-Aussenseite aus und rollt über die Kleinzehe ab, was jedoch nicht ergonomisch ist und langfristig zu Überlastung der Füsse und ev. auch Knie, Hüfte u.s.w. führen kann.

Es kann gut sein, dass die Schmerzen als Folge der Überlastung erst in der Nacht auftreten, muss nicht unbedingt beim Gehen im kyBoot zum Vorschein kommen. In diesem Fall ist es natürlich etwas schwieriger, die richtige Dosierung im kyBoot zu finden.

 

Für allgemeine Erstreaktionen bei kyBounder und kyBoot Neueinsteigern, klicken Sie hier: Erstreaktionen 

kybun-Übungen

Für Informationen zu den kyBoot Spezialübungen und den kyBounder Grundübungen klicken Sie bitte hier: kybun Übungen

Folgende Anpassungen der Standarddurchführung des Intervall Walkings sind bei Hallux Valgus und Hallux Rigidus wichtig:

Hallux Valgus

  1. Kleine Schritte machen bei langsamer und schneller Übung
    - Abrollbewegung weniger stark
    - Grosszehengrundgelenk wird so mobilisiert, dass keine Reizung auftritt
  2. Fokus eher auf schnelle Übung
    - langsame Übungen kürzer durchführen 

Hallux Rigidus 

  1. siehe Hallux Valgus
  2. Bei Hallux Rigidus muss man noch vorsichtiger sein bei der Mobilisierung des Gelenks
    - vor dem Intervall Walking dünne gängige Einlagen in den kyBoot legen

Anwendungstipps

Es gib Arthrose Patienten wo der kyBoot anfangs zu stark mobilisiert, da das Arthrose-Gelenk bereits sehr steif (grosse Bewegungseinschränkung, z.B. bei Hallux rigidus) ist. Dann kann es bei einer Überdosierung folglich zu einer Entzündung kommen. Dies sollten Sie versuchen zu vermeiden.

Jedoch können Erstreaktionen im kyBoot immer dort auftreten, wo eine Schwachstelle am Körper besteht und sind ein Zeichen, dass der kyBoot am richtigen Ort wirkt. Entscheidend ist, wie bei vielen Medikamenten und Therapien, die Dosierung.

Wenn der kyBoot anfangs zu weich ist und Sie beim Abrollen des Fusses starke Schmerzen bekommen, raten wir Ihnen, vorübergehend eine dünne Vorfuss-"versteifende"-Einlagesohle in den kyBoot zu legen. Diese dünnen Sohlen können Sie in Schuhläden beziehen. Sie nimmt etwas Weichheit von der kyBoot-Sohle weg und das Zehen-Arthrose-Gelenk wird dadurch etwas weniger mobilisiert.

Achten Sie sich darauf, dass die Ferse zuerst auftritt, so dass der Fersenbereich den Auftrittsstoss gut abfangen kann.
Machen Sie zudem keine zu lange Schritte. So können Sie etwas Druck von der Grosszehe wegnehmen und die Zehe wird weniger stark mobilisiert (geknickt).

Mache Leute fühlen sich im kyBoot zu instabil. In diesem Fall raten wir verschiede kyBoot-Modelle zu probieren, einige höher geschnittene Modelle verleihen mehr Stabilität. Ausserdem empfehlen wir diesen Kunden die Sohle der 2. Generation, die ist etwas breiter im Mittelfussbereich und verleiht daher mehr Sicherheit beim Gehen (lassen Sie sich im kybun Fachgeschäft beraten).

Wenn Sie sich im kyBoot gehend trotzdem zu unsicher fühlen, raten wir Ihnen zum kyBounder. Die kyBounder sind in 3 unterschiedlichen Dicken erhältlich; dadurch können Sie die Dicke wählen, wo es Ihnen am wohlsten ist (je dicker-desto instabiler-desto intensiver das Training).
Zusätzlich haben Sie auf dem kyBounder die Möglichkeit, falls Sie zusätzlichen Halt benötigen, sich an einem festen Gegenstand festzuhalten.

Für eine gute Beratung ist es unerlässlich, dass Sie mit dem kybun Partner Ihrer Wahl im Dialog bleiben (vorallem wenn Sie eine negative Erstreaktion erlebten), damit Ihnen die Fachpersonen bei diesen Reaktionen mit Rat zur Seite stehen können.

Meinungen/Kundenaussagen

Mein Physiotherapeut empfahl mir kyBoot, als ich nach einer Spondylodese der letzten drei Wirbelkörper meines unteren Rückens nach bequemen Schuhen zum Gehen suchte. Vom ersten Moment an, in dem ich in diesen Schuhen stand, spürte ich, dass sie mir helfen würden. Sie motivierten mich, mehr zu laufen, weil ich es wirklich genoss, sie zu tragen. Nach 6-wöchigem Tragen der Schuhe stellte ich folgende Verbesserungen fest: Ich konnte plötzlich über drei Stunden aufrecht stehen, ohne mich zwischendurch ausruhen zu müssen, wohingegen ich vorher nicht länger als 45 Minuten stehen konnte. Ich konnte nun 70 Minuten statt der üblichen halben Stunde am Stück gehen, und die Schwellung meiner Füße – unter der ich nach der Operation meines unteren Rückens vier Jahre lang litt – ging vollständig zurück. Ich konnte die einzelnen Sehnen und Knochen meiner Füße spüren, und der schmerzhafte Hallux valgus hat sich nahezu vollständig zurückgebildet. Nicht zuletzt quälen mich nun auch die schmerzhaft geweiteten Blutgefäße unterhalb meines rechten Knies nicht mehr, die ich eigentlich hätte spritzen lassen sollen. Ich kann sie jetzt nicht einmal mehr sehen.
Bei einem Unfall habe ich mir vor acht Jahren drei Rückenwirbel gebrochen. Seitdem leide ich an neurologischen Beschwerden. In normalen Schuhen habe ich Schmerzen in der Brustwirbelsäule und bekomme Nackenverspannungen. Zudem habe ich eine leichte Tendenz zu Hallux. Dank dem kyBoot habe ich keine Mühe beim Gehen. Es ist einfach phänomenal. Es läuft sich sehr angenehm und den Hallux spüre ich kaum noch.
Die ausführliche Untersuchung und der klinische Test zeigen: Durch die langgezogene Schnürung lässt sich der kyBoot sehr passgenau auf den Fuss fixieren, was auch die exakte Positionierung des Fusses über der Sohle ermöglicht. Das grosse Innenvolumen ermöglicht ein genügendes Spiel der Zehen ohne Druckstellen und ist somit auch für Personen mit vergrössertem Fussvolumen geeignet. Das Schaftmaterial ist sehr weich, was den Tragekomfort noch weiter verbessert. Die speziell konstruierte Sohle bereichert das Innenklima des Schuhes ganz erheblich, da die Belüftung bei jedem Schritt zu einer Ventilation des Fusses führt. Dies ist besonders bei mehrstündigem Tragen sehr angenehm. Die extreme Dämpfung ist vor allem für Menschen mit Arthroseproblemen in den Beinen sowie auch im Hüftbereich und auch im Wirbelsäulenbereich geeignet. Die hohe Deformations- Potenz der schock-absorbierenden Sohle wird nicht, wie bei andern handelsüblichen Gesundheitsschuhen, durch eine übertriebene Erhöhung der Sohle erreicht, sondern durch das ausgeklügelte Dämpfungssystem. Trotz des starken Federns des Fusses beim Abrollvorgang entsteht keine eigentliche Instabilität, da die Laufsohle breit gehalten wurde, was die seitliche Abstützung gewährleistet. Die hohe Dämpfung im Mittel- und Vorfussbereich predestiniert den kyBoot für Menschen mit Mittelfuss- und Vorfussbeschwerden oder Fehlstellung der Zehen und Arthrosen.

Erfahrungen/Weitere Fragen zu Kniearthrose

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Schmerzen am Grosszehenballen im kyBoot

Woher kommen die pochenden Schmerzen am Grosszehenballen?

Am Fussballen plagt mich eine schmerzende Stelle. Wenn ich den Fuss nach aussen abkippe, schmerzt der äussere Rand des Ballens. Dieses Problem ist erst mit dem kyBoot aufgetreten, den ich nun seit zwei Wochen trage. Zuvor habe ich bei der Arbeit Sketchers oder normale Strassenschuhe getragen und habe nie Probleme gehabt.
Ich musste mich noch nie einer Operation unterziehen und alle meine Gelenke sind schmerzfrei.

Ich vermute anhand Ihrer Beschreibung, dass es sich um eine Drucküberlastung am Fussballen handelt. Das beschriebene Abkippen war in Ihren alten Schuhen nicht möglich, weil deren Sohlen viel unbeweglicher waren als die kyBoot Sohle. Im kyBoot ist es jetzt erstmals möglich, den Fuss in alle Richtungen frei zu bewegen. Da diese Bewegung für Ihren Fuss neu ist, reagiert er an den betroffenen Stellen noch empfindlich auf den Belastungsdruck. Dies kann sich dann in einem pochenden, klopfenden Schmerz äussern.

Nach solchen Erstreaktionen empfehle ich Ihnen, den kyBoot für ein paar Tage nicht zu tragen, damit sich die schmerzende Stelle erholen kann. Beim Wiedereinstieg ist es wichtig, dass Sie den kyBoot anfangs nur für eine kurze Zeit am Stück tragen, dafür mehrmals täglich. Nur so kann sich Ihr Fuss langsam an die neue Belastung im kyBoot gewöhnen. Zusätzlich rate ich Ihnen, im kyBoot anfangs auf eine richtige Fusstellung zu achten: Der Fuss hat zwar eine dreidimensionale Bewegungsmöglichkeit, sollte aber nicht seitlich abkippen. 

Der Aufwand wird sich lohnen, denn unsere Füsse sind von Natur aus sehr beweglich konstruiert und sollten die Freiheit haben, sich in alle Richtungen bewegen zu können. Durch das natürliche Abrollen im kyBoot wird Ihr Fuss gleichmässiger belastet: Die Stellen, an denen sich früher Hornhaut gebildet hat, können sich erholen und die übrigen Stellen, welche vorher nicht belastet wurden, übernehmen einen Teil des Körpergewichts. Somit werden der Fuss und die Gelenke des gesamten Körpers gleichmässiger belastet.

Vorfussschmerzen und Überpronation/nach innen knicken

Ich leide unter Vorfuss-Schmerzen und Überpronation, kann ich den kyBoot tragen?

Die Überpronation wird sich durch das Kräftigen der Fussmuskulatur im kyBoot automatisch verbessern, sofern die Überpronation muskulär bedingt ist (ist in den meisten Fällen der Fall). Am Anfang  müssen Sie sich eventuell bewusst auf die richtige Fussstellung achten, nach wenigen Tagen bis Wochen lernt dies der Körper automatisch.


Auch bei Vorfussschmerzen eignet sich der kyBoot, da durch die Kräftigung der Fussmuskulatur der Vorfoss stabilisiert wird und dadurch weniger Druck auf den Vorfuss gelangt. Nach einigen Tagen bis Wochen "Training" im kyBoot sollten die Schmerzen abnehmen.  Die weich-elastische kyBoot-Sohle unterstützt den Vorfuss von unten und lässt den Fuss in alle Richtungen frei bewegen.
Allerdings kann es in seltenen Fällen vorkommen, dass die kyBoot-Sohle in der ersten Phase für den Träger eine zu hohe Instabilität beziehungsweise Weichheit aufweist Ein problematischer Vorfuss kann dadurch plötzlich zu stark bewegt und trainiert werden, dadurch können im Fall von empfindlichen Vorfüssen und zu langem Tragen beim Träger anfänglich Schmerzen auftreten.

Um die Instabilität und die Weichheit des kyBoot in der ersten Tragephase abzubremsen, empfiehlt es sich, den kyBoot anfänglich nur schrittweise länger am Stück zu tragen. Eventuell eine dünne relativ steife, handelsübliche Einlegesohle zu benützen. Diese kann dann im Laufe der Zeit schrittweise immer häufiger und länger aus dem kyBoot genommen werden. So trainieren Sie Ihren empfindlichen Vorfuss langsam aber sicher so weit, dass der kyBoot auch für Sie zum Alltagsschuh wird und seine ganze Wirkung entfalten kann.

 


Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: Babette D.
Vorfussschmerzen

Ist der kyBoot bei Vorfussschmerzen geeignet?

Ja, denn im kyBoot wird der Fuss optimal entlastet. Häufig ist es so, dass der Vorfuss nicht immer schmerzt. Die Schmerzen kommen und gehen. Wenn man mit dem Gehen im kyBoot in einer schmerzfreien Phase beginnt, ist es wichtig, den Schuh nicht zu lange zu tragen. Regelmässige, kurze Zeitintervalle sind am besten. Dadurch trainiert man die feinen Muskeln im Vorfussbereich, wodurch der Fuss widerstandsfähiger wird und er sich weniger entzündet. Es besteht die Chance, den kyBoot immer länger zu tragen. Zudem kann die Anfälligkeit auf Entzündungen mit der Zeit ganz verschwinden.


Ansprechpartner: Karl Müller
Vorfussschmerzen: Meine Physiotherapeutin rät ab.

Ich habe oft Schmerzen am Vorfuss, wenn ich auf harten Böden gehe. Darum überlege ich mir, einen kyBoot zu kaufen. Meine Physiotherapeutin rät mir jedoch zu intensiver Fussgymnastik, denn sie behauptet, dass das Tragen des kyBoot auf Dauer zu einer Schwächung der Muskulatur führt und somit meine Spreiz- und Senkfussprobleme verstärkt würden.

Wie Ihre Physiotherapeutin richtig sagt, können Probleme und Schmerzen auftreten, wenn die Fussmuskulatur geschwächt ist. Der Fuss kann nicht mehr ausreichend stabilisiert werden und das Quergewölbe flacht ab. Es kommt zu Schmerzen beim Gehen auf harten Untergrund.

Im kyBoot steht Ihr Fuss direkt auf einer weich-elastische Sohle. Diese ermöglicht den Füssen, wieder richtig abzurollen und dadurch die tiefe, stabilisierende Fussmuskulatur zu stärken. Das kann man mit Barfussgehen auf einem Naturboden verglichen werden. In den "normalen, harten" Schuhen kann sich der Fuss nicht mehr frei bewegen und schwächt dadurch ab. Dies kann folglich zu Fussschmerzen und Fehlstellungen führen.

Ich rate Ihnen, den kyBoot als Trainingsgerät für den Alltag einzusetzen und als Ergänzung zur Fussgymnastik in der Physiotherapie zu nutzen. Die Erfahrung zeigt, dass Fussgymnastik alleine die Füsse zu wenig trainiert, um genügend Stabilisationskraft aufzubauen. Mit dem kyBoot hingegen können Sie über Stunden schonend Ihre Füsse trainieren, damit diese wieder genügend kräftig werden, um den Körper zu tragen.

Sehen Sie den kyBoot als Trainingsgerät und lassen Sie Ihrem Körper etwas Zeit, sich an das "neue" Abrollen zu gewöhnen. Wenn Sie im kyBoot ermüden, oder die Füsse seitlich abkippen, ist es Zeit für eine kurze kyboot Pause.


Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: Gabriele M.
Chronische Schmerzen an den Fussballen

Seit zirka zwei Jahren leide ich an Schmerzen im Fussballen. Vor einem Jahr bekam ich eine Kortisonspritze ins Gelenk beim ersten Zehen neben dem grossen, was die Entzündung zurückbildete. Was auch geschah. Nun hat sich aber der Zehen zu einem Hammerzehen verändert, was in jedem Schuh stark Schmerzen verursacht. Was kann ich  dagegen tun? Jeder Fussmarsch wird zur Qual.

Hat der Arzt die Ursache der Scherzen in den Fussballen diagnostiziert oder wissen Sie wann diese Schmerzen, und aus welchem Grund sie angefangen haben? Es gibt so viele verschiedene mögliche Ursachen: Unfall, Überlastung, Fehlbelastung, chronische Entzündung als Folge einer rheumatischen Erkrankung u.s.w.

Ich rate Ihnen die Füsse so oft es geht schonend zu belasten und zu bewegen. Dafür ist der kyBoot sehr geeignet, da er den Aufprall beim Gehen dämpft und somit weniger reizt als ein "normaler, harter Schuh". Zudem hat der Fuss auf der weich-elastischen kyBoot Sohle die Möglichkeit, sich in alle Richtungen zu bewegen. Dadurch wird die Durchblutung im Fuss verbessert und somit auch die Heilung unterstützt. Die Schmerzen sollten bei adäquater Belastung abnehmen.

Je nachdem wie gross die Schmerzen sind, können Sie manchmal länger, an manchen Tagen nur kurze Stecken gehen. Hören Sie auf Ihren Körper und geben Sie Ihm die nötigen Pausen, aber auch die nötige Bewegung.


Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: Walburga F.
Vorfussprobleme im kyBoot

Was kann man bei Vorfussschmerzen im kyBoot unternehmen?

Im kyBoot sollten Sie keine stärkeren Fussbeschwerden bekommen! Ich kann mir vorstellen, dass Ihre Vorfussschmerzen aus einer Überbelastung entstanden: Es ist möglich, dass Sie in den bisherigen Schuhen immer mehr die Fersen belasteten. Im kyBoot wird automatisch das Körpergewicht gleichmässig auf den Füssen verteilt, das heisst in Ihrem Fall, Sie belasten nun auch etwas mehr die Vorfüsse. Der Körper muss sich zuerst an dies neue Position gewöhnen.
Ich empfehle Ihnen die Tragdauer des kyBoot herunterzusetzen, damit sich Ihr Fuss langsam an das natürliche, gleichmässige Abrollen im kyBoot gewöhnen kann.

Ein anderer Grund für die Vorfussbeschwerden wäre:
In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass der kyBoot in der ersten Phase für den Träger eine zu hohe Instabilität bzw. Weichheit aufweist, weil ein problematischer Vorfuss dadurch plötzlich zu stark bewegt und trainiert wird. Deshalb können in Fällen von empfindlichen Vorfüssen, und zu langem Tragen, beim Träger anfänglich Schmerzen auftreten. Um die Instabilität und die Weichheit des kyBoot in der ersten Tragephase abzubremsen, empfiehlt es sich, den kyBoot anfänglich nur schrittweise länger am Stück zu tragen oder evtl. eine dünne relativ steife, handelsübliche Einlegesohle zu benützen. Diese kann dann im Laufe der Zeit schrittweise immer häufiger und länger aus dem kyBoot genommen werden. So trainieren Sie ihren empfindlichen Vorfuss langsam aber sicher so weit, dass der kyBoot auch für Sie zum Alltagsschuh wird und seine ganze Wirkung entfalten kann.


Ansprechpartner: Karl Müller
Morton Neurom

Wie hilft der kyBoot bei Morton Neurom?

Die Ursache des Morton Neuroms liegt bei einer mechanischen Einengung eines oder mehreren Interdigitalnervenäste (Nerv zw. den Mittelfussknochen). Dies führt zu Schmerzen und Taubheitsgefühl im Mittelfuss-Bereich. Viele betroffenen Personen haben einen Spreizfuss. Das Quergewölbe ist bei einem Spreizfuss abgeflacht da die Mittelfuss-Knochenstrahlen auseinanderweichen und dies führt dann zu den obengenannten Symptomen. Heute weiss man, dass das Quergewölbe nicht nur durch Bänder sondern entscheidend auch durch die Muskulatur aufrechterhalten wird. Hier setzt kybun mit dem kyBoot und kyBounder an:

Im kyBoot gehend kann der Fuss sich frei bewegen und wieder abrollen. Dadurch wird die stabilisierende, tiefe Fussmuskulatur trainiert. Dies ist die Muskulatur die unter anderem das Quergewölbe stabilisiert und somit einem Spreizfuss entgegenwirkt. Bei mehr aktiver Fussstabilität trifft weniger passiver Druck durch das Körpergewicht auf das Fussgewölbe bzw. den Vorfuss mit dem Morton Neurom. Durch diese (aktive) Entlastung im kyBoot hat der Betroffene folglich weniger Schmerzen und Taubheitsgefühl im Fuss und kann wieder mit Freude gehen.
Im kyBoot entlastet und trainiert er somit gleichzeitig. Dies ist entscheidend um sich langfristig  zu therapieren. Wenn nur entlastet/geschont wird kann sich zwar der Fuss erholen, wird aber danach bei erneuter Belastung  wieder in die gleiche Symptomatik fallen, da sich der Fuss sich während dem Schonen nicht verbessert hat (Muskulatur ist nach dem Schonen sogar noch schwächer und kann noch schlechter den Fuss stabilisieren).

Zudem spüren man durch die kyBoot-Sohle den Untergrund; die Fussnerven werden stimuliert, dadurch wird die Fuss-Koordination trainiert.
Die Stimulation der Fusssensorik und Sensibilität im kyBoot hilft den Nerven, sich vom Stress (Druck) zu erholen.
Des weiteren wird im kyBoot die Fussbeweglichkeit trainiert was den genierten Nerven mehr Raum verschafft; dadurch sollten die bekannten Schmerzen abnehmen.

Wie weit sich das Morton Neurom zurückbildet kommt auf die Beeinträchtigung/Schädigung des Nerve an und wie oft der Betroffenen im kyBoot geht/ trainiert. Sicher ist, dass er seine tiefe stabilisierende Fussmuskulatur trainiert und somit den Fuss entlastet und kräftigt. Dies wird seine Morton Neurom Symptome verbessern oder sogar zum Verschwinden bringen.

Bitte beachten Sie, dass Sie nur solange auf dem kyBounder stehen, solange Sie keine vermehrten Schmerzen haben. Bei zunehmenden Schmerzen empfiehlt sich eine Pause bis Sie wieder im Normalbereich sind. Hören Sie auf Ihren Körper und steigern  Sie die Belastung wie es Ihr Körper zulässt. Der Körper braucht drei bis vier Monate bis sich die Muskeln und Bänder an die neue Belastung gewöhnt haben. Das Ziel ist mehrere Stunden bis den ganzen Tag im kyBoot zu Gehen.
Wenn Anfangs der Fuss im kyBoot bereits nach wenigen Minuten schmerzt hilft es eine steifere, handelsübliche, dünne Sohle in den kyBoot zu legen, um die Weichheit der kyBoot-Sohle etwas zu vermindern.


Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: Jürgen W.
Metatarsalgie

Ich leide schon seit längerer Zeit an Metatarsalgie, also an Schmerzen im Bereich des Vorder- und Mittelfusses. Seit sechs Monaten trage ich Einlagen in den Schuhen, doch die Schmerzen werden nicht weniger.
Kann der kyBoot bei Metatarsalgie zu einer Linderung der Schmerzen führen?

Bei Metatarsalgie kann der kyBoot zu einer grossen Linderung der Schmerzen führen und vor allem auch dazu beitragen, dass sich die Symptome der Metatarsalgie nicht verschlimmern. Metatarsalgien sind sehr schmerzhaft und schwierig zu behandeln, da wir immer mit vollem Gewicht auf den Füssen stehen. Im kyBoot gehen Sie auf einer weich-elastischen Sohle, welche das Körpergewicht über den ganzen Füss gleichmässig verteilt und somit die Metatarsalköpfchen, welche die Schmerzen auslösen, entlastet.

Im kyBoot hat der Fuss die Möglichkeit, sich dreidimensional in alle Richtungen zu bewegen, fast wie wenn Sie barfuss auf einem Naturboden gehen. Dadurch werden die tiefen, stabilisierenden Muskeln des Fusses gestärkt. Diese tiefen Muskeln entlasten die Fussgelenke und halten den Fuss aufrecht. So können Sie langfristig etwas gegen die Metatarsalgie tun.

Fussspezialisten und Mediziner sagen, dass Fussinstabilität eine mögliche Ursache von Metatarsalgie ist. Das bedeutet, dass wir nur durch mehr Stabilität des Fusses die Entzüdungen lindern und zukünftig vermeiden können. In den herkömmlichen "harten" Schuhen kann sich der Fuss nicht genügend bewegen und schwächt darum immer mehr ab. Im kyBoot dagegen hat der Fuss die Möglichkeit, sich viel freier zu bewegen; der Fuss kann sich wieder natürlich abrollen, wird kräftiger und stabiler.

Wichtig ist, dass Sie die kyBoot Tragedauer langsam steigern, damit sich Ihr Fuss an das neue Abrollen gewöhnen kann. Am Anfang reichen 20 bis 40 Minuten am Stück, dafür mehrmals täglich. In den folgenden Wochen und Monaten können Sie die Dauer steigern, aber immer nur so fest, dass Sie sich noch wohl fühlen.


Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: Cornelia Z.
Druckstelle am Hammerzehen

Was kann ich machen, wenn die "kyBoot-Zungen-Naht" auf die Hammerzehe drückt?

Es gibt folgende Möglichkeiten, um trotz Hammerzehe schmerzfrei den kyBoot zu tragen:

- Ein Polster über die Stelle im Schuh kleben, welche die Schmerzen verursacht. Solche sind bei Schuhmachern erhältlich.

- Die betreffende Stelle vom Schuhmacher etwas ausweiten lassen. Die Vollledermodelle von kybun sind dazu gut geeignet. (z.B Jindo Chocolate oder Jindo Caviar)

- Ein anderes kybun Modell austesten, um eines zu finden, das nirgends drückt. Die Baram-Modelle oder der Namsan geben dank dem Netzeinsatz oft etwas mehr Platz für die Zehen. Sandalen und Hausschuhe haben keine Zunge und unser (Winter-)Wanderschuh bietet den Zehen deutlich mehr Spielraum.


Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: Jürgen W.

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