Amputation / Fuss-/ Beinprothese

Amputierte haben einen enormen Anspruch an die Eigenschaften von Schuhen. Schon zu Beginn einer Reha -Maßnahme hat der richtige Schuh bedeutsame Auswirkung auf das spätere Gangbild. Hier unterscheidet sich der kyBoot mit seiner Luftpolstersohle von allen anderen Schuhmodellen auf dem Markt. Müht sich der Amputierte bei normalen Schuhen über die Ferse zu kommen, entfällt dies bei kyBoot komplett.

Die weich-elastische Sohle dämpft den Auftritt auf jedem Untergrund ab und ermöglicht ein sanftes Abrollen des Prothesenfusses. Das wiederum spart sehr viel Kraft und schont die Stumpfbelastung  im Schaft. Die Hüfte und der Rücken werden dadurch ebenfalls entlastet was langfristig oft ein deutliches Plus an Lebensqualität bedeutet.

Wenn Sie selbst amputiert sind und eine Prothese tragen und sich fragen wo Sie schnell und umfassend von einem Experten beraten werden können, klicken Sie Hier.


Definition

Als Amputation wird die Abtrennung eines Körperteils bezeichnet.

Majoramputation bedeutet eine Amputation oberhalb der Knöchelregion.

Minoramputation bedeutet eine „kleine Amputation“ bis unterhalb der Knöchelregion (also bis einschliesslich der Chopart-Amputation).

Die Grenzzonenamputation ist ein auf den deutschen Sprachraum begrenzter Sammelbegriff für die Kombination aus Minoramputation in der Grenze zum vitalen Gewebe, Nekrektomie oder Débridement.

Ursachen

Die meisten planmässigen Amputationen von Gliedmassen müssen infolge der arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) durchgeführt werden. Die Indikation wird in aller Regel im Stadium IV gestellt, wenn ausgedehnte Gewebsnekrosen oder eine infizierte Gangrän mit drohender Sepsis vorliegen und gefässchirurgische Massnahmen ausgeschöpft sind oder nicht in Betracht kommen. Ausnahmsweise wird die Indikation auch im Stadium III gestellt, wenn die hier vorliegenden Dauerschmerzen nicht beherrschbar sind und die Lebensqualität des Patienten so hochgradig einschränken, dass die Amputation das "kleinere Übel" darstellt. Die Amputationshöhe richtet sich nach der Qualität der Durchblutung, die mittels Angiographie festgestellt wird und nach der sinnvollsten Möglichkeit der prothetischen Versorgung.

Die zweithäufigste Indikation ist die diabetische Gangrän.(siehe auch "Diabetes mellitus") Im Gegensatz zur AVK wird hier in der Regel die so genannte "Grenzzonenamputation" angestrebt, also die Amputation möglichst distal, im gerade noch gesunden Bereich. Daher sind dies oft Amputationen der Zehen, des Vorfusses (Amputation bzw. Exartikulation im Chopart- oder Lisfranc-Gelenk) oder des Rückfusses (Pirogoff-Stumpf). Dieses Vorgehen, früher als "Salamitaktik" eher verpönt, hat sich aufgrund von Verbesserungen des Wundmanagements, der systemischen Antibiotikatherapie sowie der Diabetes-Einstellung seit den 1990er Jahren breit durchgesetzt. Dennoch müssen immer noch viele Unter- oder Oberschenkelamputationen als "Ultima Ratio" durchgeführt werden.

Amputationen als Folge von Unfallverletzungen sind gegenüber den ersten beiden Indikationen selten.

Sehr selten zwingen maligne Tumoren zur Amputation einer Gliedmasse. Dies sind meist Knochen- oder Weichteiltumoren (Sarkome).
In den letzen Jahren gab es einen signifikanten Anstieg von Amputationen aufgrund von MRSA-Bakterien.

Mögliche Folgen

  • Phantomsensationen
  • Phantomschmerz
  • Wundschmerz
  • Stumpfschmerz
  • Neuromschmerzen,
  • Wundheilungsstörungen, oberflächlich und tief;
  • tiefer Wundinfekt,
  • Stumpfnekrose,
  • Stumpfödem,
  • Kontrakturen,
  • Hauterkrankungen am Stumpf
  • Angst und Depression

Konventionelle Therapie

Die Nachbehandlung einer Amputation erstreckt sich in erster Linie über drei Bereiche:

  • Prothesenversorgung
  • medikamentöse Therapie
  • Physiotherapie
  • Reha-Gehschule

Aber auch alternative Behandlungsformen wie Akupunktur oder die Spiegeltherapie werden mit Erfolg eingesetzt.

kybun Wirkungsprinzip – Proaktiv handeln

Der kyBoot bietet Kunden mit Beinprothesen ein einzigartiges Laufgefühl:

    • Das Erlernen de physiologischen Gangbilds nach einer Amputation ist mit kyBoot, durch die weich-elastische Sohle, viel einfacher, weil der kyBoot keinen klassischen Fersenauftritt erfordert und  den Kontakt zum Boden spüren lässt.
    • Dadurch kommt es zur Entlastung des Stumpfes in der Prothese.
    • Die Prothese hält besser d.h. wird weniger vom Stumpf weggedrückt.
    • Bodenunebenheiten werden von der weich-elastischen Sohle ausgeglichen.
    • Die Fußspitze bleibt im kyBoot kaum mehr am Boden hängen und dadurch stolpern Sie viel weniger häufig.
    • Sie können mit der Prothese sicher auftreten und leicht abrollen.
    • Das Gleichgewicht im Stehen und Gehen wird deutlich verbessert.
    • Die Beine fühlen sich nach dem Laufen nicht mehr so schwer an.
    • Sie können sicherer, kraftsparender und entspannter gehen als in herkömmlichen Schuhen und Ihr Gangbild verbessert sich.
    • Das Aufstehen z.B. von einem Stuhl, WC, usw. aussteigen aus dem Auto ist viel einfacher als mit anderen Schuhen,  nicht zu vergessen, das mehr an Sicherheit weil Sie mit dem kyBoot eine viel größere Auftrittsfläche haben, so reduziert sich die Gefahr wegzurutschen.
    • Der kyBoot ist extrem rutschfest auf jedem trockenen und nassen Untergrund  auch bei Schnee und nassen Steinböden.

    Erstreaktionen

    Spezifische Erstreaktionen beim Tragen von Beinprothesen

    Die ersten Schritte mit dem kyBoot können etwas irritierend sein. Besonderst bei Kunden die immer harte Schuhe gelaufen haben, Für Anfänger in einer Gehschule wird sich das kaum auswirken. Die Erfahrung hat aber gezeigt, das sich der Körper  nach kurzer Zeit  darauf eingestellt. Haben Sie etwas Geduld, es wird sich lohnen.

    Für allgemeine Erstreaktionen bei kyBounder und kyBoot Neueinsteigern, klicken Sie hier: Erstreaktionen 

    kybun-Übungen

    Für Informationen zu den kyBoot Spezialübungen und den kyBounder Grundübungen klicken Sie bitte hier: kybun Übungen

    Anwendungstipps

      • Machen Sie mit den  kyBoot zunächst kleine Schritte.
      • Achten Sie sich auf eine aufrechte Körperhaltung ohne dabei zu verkrampfen!
      • Richten Sie den Blick nach vorne und lassen Sie die Schultern locker.
      • Wir empfehlen Ihnen ein kyBoot-Modell der 2. Generation(Comfort oder SlimFit Sohle). Diese Modelle haben im Mittelfussbereich eine etwas breitere Sohle, was mehr Stabilität verleiht.
        Lassen Sie sich von den kyBoot-Fachleuten vor Ort beraten!
      • Versuchen Sie das Gefühl des Abrollphasen bewusst wahr zunehmen. Trauen Sie Sich über verschieden Untergründe zu gehen. Ihr Unterbewusstsein wird so immer mehr Sicherheit beim laufen gewinnen.
        Nach einer Zeit achten Sie kaum noch auf Ihre Schritte, was zu einem entspannten laufen beiträgt.
      • Wenn Ihnen das 2. Generations-kyBoot-Modell zu instabil ist, raten wir zum kyBounder. Hier können Sie die Dicke wählen wo Sie sich wohl fühlen (je dicker, desto instabiler, desto Trainings-intensiver). Zusätzlich kann man sich an einem festen Gegenstand festhalten.
      • Besonders wenn Sie unter Gelenksschmerzen leiden oder Arthrose haben sind präzise Bewegungen essenziell. Achten Sie sich auf genaue Bewegungen und machen Sie bei Ermüdung oder Schwäche unbedingt eine Pause. Ein seitliches Abkippen auf dem weich-elastischen Material muss korrigiert werden, damit das Bein achsengerecht belastet wird und der Rücken geschont wird. Lesen Sie mehr dazu unter "seitliches Abkippen".
      • Lassen Sie sich Zeit! kyBoot/ kyBounder sind intensive "Trainingsgeräte" und fordern den Körper stark heraus. Es kann einige Monate gehen, bis Sie mehrere Stunden am Stück im kyBoot gehen oder auf dem kyBounder stehen können. Die Tragdauer ist sehr individuell und hängt von vielen Faktoren ab, ausserdem ist sie nicht jeden Tag gleich lang. Hören Sie auf Ihren Körper und akzeptieren Sie Ihre persönlichen Grenzen.
      • Wenden Sie sich an einen kybun-Händler ihres Vertrauens, wenn Sie weitere Fragen haben, sich unsicher fühlen oder sich die Schmerzen im kyBoot, trotz befolgen der Tipps, nicht verbessern.

      Meinungen/Kundenaussagen

      Weil ich halt auch Bedenken hatte, dass diese traumhaft weiche Luftpolsterung, diese enorme Belastung auch nicht aushält, habe ich den kyBoot sechs Monate jeden Tag getragen, jeden Tag - Ich habe ihn nicht einmal ausgezogen. Nach sechs Monaten war augenscheinlich und auch vom Komfort her kein Verschleiss wahrzunehmen.
      Ich bin seit 1983 doppelt oberschenkelamputiert. Vor zwei Jahren wurde ich mit den neusten Hightech Prothesen versorgt. Meine Hoffnung, dass ich mit dieser Versorgung nun endlich viel besser laufen könnte, hat sich nicht erfüllt. Ich war enttäuscht. Trotz der modernen Versorgung, welche mich 90'000 Euro kostete, konnte ich nicht mal über Kopfsteinpflaster gehen.  Doch dann entdeckte ich übers Internet den kyBoot. Zuerst war ich von der weichen Sohle des kyBoot verunsichert. Nach wenigen Schritten offenbarte sich mir ein völlig neues Laufgefühl. Ich hatte das Gefühl jeden Millimeter des Bodens zu fühlen. Es war unglaublich, der Prothesenfuss nahm unerwartet seine Arbeit auf und der kyBoot perfektionierte die ganze Abrollphase. Das Aufstehen von einem Stuhl oder aus dem Auto erweist sich als viel leichter. Mit dem kyBoot rutsche ich weder auf nassen Fliessen noch auf Schnee.  Heute habe ich schon vier Paar kyBoots und Kopfsteinpflaster stellt jetzt auch kein Problem mehr da! Inzwischen ist Jürgen Zeller als freier Berater für die kybun AG in Süddeutschland unterwegs und steht anderen betroffenen Menschen als Experte zur Verfügung. Für weitere Infos besuchen Sie seine Homepage unter www.prothesen-tuning.de.