Mögliche Erstreaktionen bei kybun Neueinsteigern

Als Erstreaktion wird eine spürbare unangenehme Reaktion des Körpers auf das Tragen eines kyBoot oder Stehen auf einem kyBounder bezeichnet. Diese Reaktion kann in 3 Formern auftreten: als Ermüdung, Schmerz und als „unangenehmes Gefühl“.

Grundsätzlich gilt, dass jeder Mensch anders auf das fantastische aber ungewohnte „walk-on-air“ Gefühl reagiert. 9 von 10 Menschen können den kyBoot von Anfang an ganztags tragen und sind begeistert vom Gefühl und seiner Wirkung. Einer von zehn wird „Erstreaktionen“ erleben und es ist hilfreich zu wissen, was dann zu tun ist. Eine verbindliche Vorhersage wie der kyBoot auf Sie wirkt und wie schnell erste Erfolge eintreten, kann nicht gegeben werden, denn durch das Tragen von kyBoot wird der Körper „umgebaut“.

Der Schongang: Das Gehen in normalen Schuhen auf flachen Böden schont den Körper, statt ihn zu fordern. Es schwächt ihn, statt zu trainieren. Muskeln verkürzen sich und verlieren u.a. ihre sensomotorische Fähigkeiten etc. Gelenke werden fehlbelastet. Das ganze System wird anfällig auf Überlastungsschmerzen.

Der Naturgang: Das Barfussgehen auf unebenem Naturboden, z.B. im Sand trainiert den ganzen Bewegungsapparat mit jedem Schritt hinsichtlich Kraft, Koordination, Sensomotorik, Ausdauer, Dehnung etc. Gelenke werden geschont, Muskeln, Bänder und Sehnen werden gesund und widerstandsfähig.

Beim Tragen des kyBoot geschieht ein „Umschalten“ vom Schongang in den Naturgang. Dieser Wechsel ist in 90% der Fälle problemlos. Bei 10% kann es kurzfristig zu Überlastungsreaktionen von unbeweglichen Gelenken, abgeschwächten Muskeln, Bändern oder Sehnen kommen, weil die Angewöhnung an die neue Bewegungsfreiheit und die grösseren Kräfte im kyBoot nach jahrelangen Schonhaltungen hier mehr Zeit braucht.

Eine Erstreaktion ist grundsätzlich nicht negativ, denn sie zeigt, dass der kyBoot den Bewegungsapparat fordert und gleichzeitig Schwachstellen des Körpers entlarvt, respektive koordinative sowie muskuläre Defizite. 

Bei Beschwerden, die nach einer gewissen Zeit oder in Intervallen auftreten, ist dies wahrscheinlich nicht auf allgemeine Erstreaktionen zurückzuführen. Für weitere Informationen, klicken Sie hier.

 

Allgemeine Erstreaktionen

Überlastungsreaktion durch Ausbrechen aus der Schonhaltung

Es kann sein, dass man wegen eines Schmerzes die "gesunde Seite" längerfristig unbewusst stärker belastet hat und immer noch stärker belastet. Man nennt das Schonhaltung. Durch das Stehen und Gehen auf der Luftkissensohle wird die Schonhaltung ausgeglichen, was grundsätzlich gut und richtig ist. Das heisst aber auch, dass die bisher entlastete Seite - die schon lange nicht mehr schmerzt - stärker belastet wird, was zwar richtig ist, damit längerfristig nicht auch die gesunde Seite Probleme auslöst. Die bisher weniger belastete Seite muss sich aber zuerst an die neue Belastung gewöhnen und kann darum am Anfang mit Müdigkeit oder sogar Schmerz reagieren. Darum müssen in solchen Fällen Pausen eingehalten und mit den kyBounder Grundübungen sowie den kyBoot Spezialübungen entgegen gewirkt werden.

Überlastungsreaktion durch zu schnelle Steigerung der Belastung

Es kann sein, dass dank der weich-elastischen Sohle sofort eine Linderung der akuten Schmerzen wahrgenommen wird. Die Begeisterung kann so gross sein, dass jemand, der vorher nur einige hundert Meter weit gehen konnte, sofort lange Spaziergänge absolviert. Weil der ganze Körper (Gelenke, Füsse, Rücken, Muskeln und auch die gerade noch schmerzende Stelle) sich nicht mehr an so lange Strecken mehr gewöhnt ist, können grosse Reaktionsschmerzen auftreten. Darum ist es wichtig unverzüglich auf die kleinsten Warnsignale wie Müdigkeit, unangenehme Bewegungsabläufe oder sogar erste kleine Schmerzen zu achten und Pausen einzuhalten oder die kyBounder Grundübungen sowie die kyBoot Spezialübungen durchzuführen bis die Reaktion wieder verschwunden ist. Oft reichen kleine Pausen von 30 min. bis man wieder weiter machen kann.

Überlastung durch zu schwache Muskulatur

Eine sehr schwache Muskulatur kann anfangs das Gelenk beim Gehen nicht ausreichend stabilisieren. Das kann dazu führen, dass die Reizung im Gelenk erst einmal zunimmt. Das langfristige Tragen des kyBoot verbessert die Propriozeption, Sensomotorik und Muskulatur und führt schnell zu einer Stabilisierung des Fusses und des gesamten Körpers. Die schwache Muskulatur muss sich aber zuerst an die neue Belastung gewöhnen und kann deshalb am Anfang mit Müdigkeit oder sogar Schmerz reagieren. Darum müssen in solchen Fällen Pausen eingehalten und mit den kyBounder Grundübungen sowie den kyBoot Spezialübungen entgegen gewirkt werden.

Für schnelle und kontinuierliche Umwandlung der Muskulatur- und Bewegungsstrukturen empfehlen wir  „Intervall Walking“ und „Mikro-Intervall am Ort“.
Weitere Informationen zu den kybun-Übungen finden Sie Hier.

Wichtiger Hinweis für Neueinsteiger mit entzündeten oder schmerzhaften Gelenken(Z.B. Knie oder Knöchel)

Zu Beginn kann es durch den Trainingseffekt beim Gehen im kyBoot zu einer Zunahme der Entzündung kommen. Um das zu vermeiden, muss die Qualität der Fussgelenksbewegung verbessert werden, sprich langsamer, präziser und weniger stark bewegen. Unbedingt beachten, dass Sie speziell am Anfang nicht zu lange gehen, auch wenn das Gehen im kyBoot mit viel weniger Schmerzen verbunden ist und angenehmer funktioniert. Andernfalls können unbemerkt Überlastungen passieren, die teilweise erst nach mehreren Tagen durch vermehrte Entzündung oder Schmerzen spürbar werden und dann eine mehrtägige kyBoot Pause nötig machen.
Sehen Sie in den nachfolgenden Videos wie  Sie Entzündungen und Schmerzen vorbeugen können und Ihren Gang im kyBoot sofort verbessern.

Wichtig bei allen Erstreaktionen: Auf den Körper hören und bei einer Reaktion Pausen machen. Wenn die Reaktion wieder verschwunden ist, kann man die kyBoot wieder anziehen. So können die Pausen sukzessive verringert und verkürzt werden (siehe Bild).