Medizinische Fragen zu Rücken / Hüfte: Ischias Beschwerden / Ausstrahlungen / Spinalkanalstenose / Diskushernie
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Vom Tragen des kyBoot kriege ich seit einigen Wochen Fuss- und Rückenschmerzen. An was kann das liegen?
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Ich trage seit Ende September den kyBoot und war bis vor kurzem ziemlich begeistert davon. Schon nach wenigen Tagen trug ich den "Jindo black" als Alltagsschuh und den "Guibin white" als Hausschuh. Ich hatte keine Anfangsschwierigkeiten bis auf ein gelegentliches Einschlafen der Zehen. Gegen Ende Dezemper kippte ich neu über die Ferse nach aussen weg. Zeitweise hatte ich das Gefühl, auf dem baren Boden zu gehen. Der Schuh wurde mir ersetzt, da etwas mit der Sohle nicht ganz in Ordnung war.
Seit zirka einem Monat habe ich nun zunehmend Beschwerden:
- Schmerzen im Rücken mit Ausstrahlung in die Wade (meine Spondylolisthesis L5/S1 ist bekannt)
- schmerzhafter Druck beim Gehen im Fussgwölbe
- schmerzhafter Punkt am Mittelfuss, der vor allem stark zur Geltung kommt, wenn ich den Schuh ausziehe. Dann kann ich kaum Gehen, muss sofort den Hausschuh anziehen und/oder die Füsse hochlegen.
- Die Zehen kribbeln nach wie vor hin und wieder (nicht mehr als am Anfang).Kann es sein, dass ich meinen Fuss wirklich falsch belaste? Was kann ich gegen meine Beschwerden tun?
Das Wegkippen nach innen oder aussen ist meistens ein Zeichen einer muskulären Instabilität des Fusses. Da Ihr Fuss über viele Jahre hinweg wenige Möglichkeiten hatte um richtig abzurollen, ist seine tiefe, stabilisierende abgeschwächt. Dadurch kann es passieren, dass Sie im kyBoot seitlich abkippen, und dies wiederum kann zum Einschlafen der Füsse oder sogar Schmerzen führen. Es kann gut sein, dass sich diese Erstreaktionen am Anfang noch nicht so stark zeigten.
Ich empfehle Ihnen ganz bewusst im kyBoot zu gehen, achten Sie sich darauf, dass der Fuss gerade/aufrecht auf der weichen kyBoot Sohle steht. Mit der Zeit (nach einigen Tagen oder Wochen) wird dies automatisch passieren und sie brauchen sich nicht mehr so fest auf die Fussstallung zu achten.
Die Rückenschmerzen könnten auch von der Fehlbelastung der Füsse im kyBoot kommen. Wenn Sie seitlich abkippen gehen die Zugkräfte vom Fuss bis in den Rücken; je nach Vorgeschichte des Kunden (bei Ihnen Spondylolisthesis L5/S1) kann dies folglich die Beschwerden auslösen.Kategorie: Medizin - Rücken/Hüfte - Ischias Beschwerden/Ausstrahlungen/Spinalkanalstenose/Diskushernie, Medizin - Füsse - Instabilitäten
Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: Erika R. -
Kann der kyBoot eine Entzündung des Ilioskaralgelenks/ISG-Blockade verursachen?
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Ich bin begeisterte Besitzerin und Trägerin von vier Paar kyBoot. Meine Fuss- und Fersenschmerzen sind weg und Einlagen und Pelotten brauche ich nicht mehr. Wenn ich von Zeit zu Zeit meine normalen, harten Schuhe trage, schmerzen meine Füsse und Fersen sofort. In den letzten drei Monaten hatte ich zwei Mal eine Blockade im Iliosakralgelenk (Gelenk in den Hüften), welche meine Physiotherapeutin behandeln konnte. Trotz verschiedener Übungen verschwinden die Schmerzen nicht ganz. Die Therapeutin meint, dass aufgrund der instabilen kyBoot Sohle mein Iliosakralgelenk irritiert sei. Muss ich nun auf den kyBoot verzichten?
Es freut mich zu hören, dass Sie sich in den kyBoot wohl fühlen. Dies ist ein deutliches Zeichen, dass sie Ihnen gut tun.
Der kyBoot bedeutet für den Körper eine Umstellung: Er muss wieder lernen, die Füsse vermehrt einzusetzen und richtig über die Fersen abzurollen. Durch diese neue Bewegung wird der Hüft- und Rückenbereich entlastet. In den normalen, harten Schuhen kann sich der Fuss kaum bewegen und darum bewegen wir uns hier stark mithilfe der Hüftmuskulatur vorwärts. Dies wiederum bedeutet eine Überlastung des Rückens und des Iliosakralgelenks.
Daher werden das Iliosakralgelenk und der Rücken langfristig durch das Gehen im kyBoot entlastet. Durch die Umstellung vom "normalen, harten Schuh" mit Einlagen zum kyBoot entsteht ein neues, natürliches, aufrechtes Gangbild, an welches sich die Muskeln des Körpers zuerst gewöhnen müssen. Darum kann ich mir vorstellen, dass Ihr Iliosakralbereich leicht überlastet ist, also die Muskulatur in diesem Bereich zu stark beansprucht wurde. Es kann aber auch sein, dass diese Überlastung einen anderen Ursprung hat.
Ich als Physiotherapeutin habe die Erfahrung gemacht, dass das Iliosakralgelenk nach der Mobilisation durch die Therapeutin muskulär stabilisiert werden muss: Dies mithilfe von gezielten Übungen, die Ihnen Ihre Physiotherapeutin zeigen kann. Der kyBoot unterstützt diese Therapie, da er die tiefe, stabilisierende Muskulatur stärkt und das Iliosakralgelenk gleichzeitig entlastet.
Eine kyBoot Pause empfehle ich Ihnen nur dann, wenn Sie sich im kyBoot nicht mehr wohl fühlen, oder wenn Sie an einer akuten Iliosakralgelenkentzündung leiden.Es gibt viele verschiedene Meinungen bei den Ärzten und auch bei den Physiotherapeuten, was die Therapiemethoden betrifft. Jeder Physiotherapeut hat seine eigenen Behandlungstechniken. Folgend noch ein Link zu unserer Homepage, Rubrik "Meinungen".
Kategorie: Medizin - Rücken/Hüfte - Ischias Beschwerden/Ausstrahlungen/Spinalkanalstenose/Diskushernie, Medizin - Rücken/Hüfte - Hüftarthrose/Operation
Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: Ursula B. -
Kann der kyBoot bei Ischiasbeschwerden getragen werden?
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Seit mehr als einem halben Jahr, habe ich im linken Hüftbereich Schmerzen, die beinabwärts bis in die Zehen strahlen. Mein Hausarzt sprach von Ischialgie, ich bekam Schmerzmittel und war beim Osteopathen. Alles leider mit nur wenig Erfolg. Nun habe ich vor ein paar Wochen den Arzt gewechselt, der mir ein MRT empfahl und das Ergebnis lautet: Bandscheinenvorfall zwischen 4/5 Lendenwirbel. Operieren lassen will ich mich vorderhand nicht, zumal die Beschwerden sich etwas gebessert haben. Allerdings habe ich noch ständig ein Gefühl von 'eingeschlafenen Zehen', was mir sehr zu schaffen macht.
Kurze Zeit vor dem Auftreten der ersten Beschwerden hatte ich mir Ihren kyBoot angeschafft - hatte vorher auch schon den MBT, mit dem ich aber nie recht warm geworden bin - hatte aber das Gefühl, dass er meine 'Ischiasbeschwerden' noch verstärkte und habe ihn dann bis jetzt nicht mehr getragen.
Nun würde mich interessieren, wie Ihre Erfahrungen mit Ihren Schuhen bei Bandscheibenbeschwerden sind und ob ich wieder langsam mit dem Tragen der Schuhe anfangen kann. Grundsätzlich fühle ich mich wohl in diesem Schuh, möchte aber nichts falsch machen.
Meinen Mann (75) habe ich auch zu dem kyBoot 'überschwätzt', und er trägt ihn sehr gern. Hinzufügen muss ich wohl noch, dass ich in ein paar Tagen 70 Jahre werde.
Sie können ohne Probleme wieder mit dem kyBoot beginnen zu Gehen. Dies wird Ihre Rückenmuskulatur stärken. Dadurch wird Ihr Rücken stabiler und die Beschwerden (Taubheit in Zehe) sollten dann langsam abnehmen. Wir haben sehr gute Erfahrungen bei Bandscheibenvorfällen mit dem kyBoot gemacht:
- Durch eine aufrechtere Haltung werden die Bandscheiben achsengerecht belastet und die Bandscheiben bleiben gesund.
- Durch das weiche und instabile Stehen im kyBoot, wird die tiefe, stabilisierende Muskulatur der Wirbelsäule gestärkt, dies wirkt wie ein Zug auf die Bandscheiben. Dadurch wird der Rücken entlastet und gleichzeitig gestärkt.
Wichtig ist, dass Sie langsam die Tragedauer steigern. Beginnen Sie mit einer halben Stunde mehrmals täglich. So kann sich Ihr Rücken langsam an die neue Haltung und an das neue Gehen gewöhnen. Wenn Sie am Rücken ermüden, ist es Zeit für einen kyBoot Pause. Ihr Körper wird Ihnen Bescheid geben, wenn er eine Pause braucht!
Kategorie: Medizin - Rücken/Hüfte - Ischias Beschwerden/Ausstrahlungen/Spinalkanalstenose/Diskushernie
Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: Anne-Marie E. -
Wie wirkt der kyBoot bei Spinalkanalstenose?
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Ist bekannt, ob der kyBoot bei einer Spinalkanalstenose positive Auswirkungen haben kann oder eher negativ wirkt? Da ich ungefähr 20 Jahre zu jung bin für eine Spinalkanalstenose und mit grösster Wahrscheinlichkeit gemäss Neurologe unter einer Spinalkanalstenose (keine Schmerzen, dafür Lähmungserscheinungen bei längerer Belastung) leide, suche ich effiziente Trainings- und Stärkungsmöglichkeiten des Rücken.
Der kyBoot und der kyBounder sind ideale Trainingsgeräte, um die tiefen, stabilisierenden Muskeln zu trainieren. Dies gilt auch bei einer Spinalkanalstenose. Es ist jedoch wichtig, dass Sie gewisse Punkte beachten.
Spinalkanalstenose-Betroffene behelfen sich oft, indem sie ihren Oberkörper nach vorne beugen. Am Anfang nur leicht, dann immer deutlicher. Dies ist eine natürliche Reaktion, um dem Schmerz oder den Lähmungserscheinungen auszuweichen, denn durch diese Vorlage weitet sich der Spinalkanal kurzfristig. Über längere Zeit gesehen ist diese Reaktion des Körper jedoch nicht vorteilhaft: Die Vorlage ist eine Fehlhaltung was zu Verspannungen, Blockaden und später eventuell zu noch mehr Einengung im Spinalkanal führt.
In Falle einer Spinalkanalstenose müssen wir einen Kompromiss machen: Einerseits müssen wir die Lähmungserscheinungen vermindern, indem der Spinalkanal geöffnet wird. Anderseits darf die Fehlhaltung (Vorlage) nicht zu gross werden, um negative Folgereaktionen zu vermeiden.
Für diesen Kompromiss eignet sich der kyBoot besonders:
Durch das Gehen auf weich-elastischem Untergrund wird der Körper sanft, Schritt für Schritt aufgerichtet. Dies geschieht automatisch. Wichtig ist, dass sie auf Ihren Körper hören. Die Lähmungserscheinungen sollten abnehmen, bei einer Zunahme der Lähmungen oder Schmerzen sollten Sie die kyBoots ausziehen. Wichtig ist, dass Sie den kyBoot so schnell wie möglich wieder anziehen, damit sich Ihr Körper an die neue Haltung gewöhnen kann. Achten Sie anfangs, dass Sie den kyBoot nur stündlich tragen und dann langsam über drei bis vier Monate steigern, bis Sie den kyBoot mehrere Stunden ev. den ganzen Tag tragen können.
Im kyBoot haben die Füsse eine 360-Grad- Bewegungsfreiheit. Dadurch werden die Füsse beweglicher und die Fussmuskulatur wird wieder eingesetzt. Weil die Füsse stärker arbeiten, wird Ihre Hüfte und der Rücken entlastet.
Der kyBoot und der kyBounder trainieren die Tiefenmuskulatur. Diese Muskulatur ist für die Stabilität der Gelenke verantwortlich. In Ihrem Fall können Sie so die Wirbelsäulengelenke stabilisieren. Dies wirkt wie ein Sog auf die Wirbelsäule, was die Lähmungserscheinungen mindert, ev. sogar beseitigt. Bitte haben sie für diesen Aufbau der Tiefenmuskulatur ca. drei bis vier Monate Geduld.Jeder Betroffene mit einer Spinalkanalstenose, reagiert etwas anders. Wichtig ist, dass Sie langsam mit der kyBoot Tragdauer starten. Hören Sie auf die Reaktion Ihres Körpers!
Herzlichen Dank für Ihre prompte Antwort! Ich werde den kyBoot austesten und darauf achten, dass Bauch / Rücken jeweils in leichter Spannung sind, um eine Fehlhaltung zu vermeiden. Ergänzend dazu betreibe ich zur Zeit intensives Aufbautraining für die Muskulatur (unter Anleitung meiner Physio-therapeutin). Ich werde Sie auf dem Laufenden halten, wie ich mit dem kyBoot zurecht komme. Ursula B.Kategorie: Medizin - Rücken/Hüfte - Ischias Beschwerden/Ausstrahlungen/Spinalkanalstenose/Diskushernie
Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: Ursula B.

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